Pinneberg

Wie kriegen arme Schüler ein gutes Notebook?

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Gerade jetzt, in Zeiten von Corona, wird auf die digitale Lehre gesetzt. Doch moderne Laptops wie diesen können sich nicht alle Familien leisten (Symbolbild).

Gerade jetzt, in Zeiten von Corona, wird auf die digitale Lehre gesetzt. Doch moderne Laptops wie diesen können sich nicht alle Familien leisten (Symbolbild).

Foto: Stefan Puchner / dpa

Grüne & Unabhängige in Pinneberg wollen allen Kindern stressarmes Homeschooling in der Corona-Krise ermöglichen. Das geht aber leider nicht.

Pinneberg.  Um in Corona-Zeiten die gleichen Bildungschancen für alle zu gewährleisten, hatten die Grünen & Unabhängigen zur Ratsversammlung am Donnerstag einen Antrag gestellt, der mit dem momentan laufenden Homeschooling, also dem Unterricht zu Hause, zusammenhängt. Da läuft nämlich nicht alles rund.

Sie schlugen vor, aus bereits genehmigten Haushaltsmitteln zur WLAN-Ausstattung der Schulen 450 digitale Endgeräte zu kaufen, sprich Notebooks oder Tablets. Der dafür ausgerechnete Betrag von 225.000 Euro könne, weil derzeit ja Homeschooling angesagt sei, in die Auflistung von „Corona-Mehrkosten“ aufgenommen werden. In der ersten Phase, solange die Kinder noch von zu Hause aus lernen müssten, könnten die Endgeräte Schülern und Schülerinnen gegeben werden, in deren Haushalten es keine oder keine ausreichenden Endgeräte für das Homeschooling gebe. „Nach der Coronakrise und wenn der reguläre Schulbetrieb wieder aufgenommen wird, werden die digitalen Endgeräte für den normalen Schulbetrieb genutzt“, heißt es weiter in dem Antrag.

Dazu sagte Dieter Schott (Grüne & Unabhängige): „Wir erfahren aus Schulkreisen, dass nicht nur Familien aus dem Transferbereich solche Endgeräte brauchen, sondern auch Familien mit mehreren Kindern. Deshalb stellen wir den Antrag, diese schnell bereitzustellen und nicht erst anzuschaffen, wenn Corona vorbei ist.“

Kai Vogel (SPD) äußerte zunächst „absolute Sympathie für den Antrag“. Dennoch werde die SPD nicht zustimmen, weil das bedeuten würde, aus dem WLAN-Programm für die Schulen auszusteigen: „Das halte ich nicht für sinnvoll.“

Gesine Sibbertsen (Bürgernahe) fand den Vorschlag grundsätzlich richtig, fragte aber: „Wenn wir die Geräte erst nach den Sommerferien bekommen, macht das dann noch Sinn?“

Natalina di Racca-Boenigk (CDU) sagte dann abschließend, die Versicherungsfrage sei nicht geklärt und die Förderrichtlinie sei nicht nicht da: „Die Idee ist gut und richtig. Aber das Thema sollten wir nicht übers Knie brechen.“ So wurde es in den Schulausschuss verwiesen.

( eng )

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