Pinneberg

„Tragen Sie Masken, bleiben Sie auf Abstand!“

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Maske auf! Abstand halten! Pinnebergs Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk und Bürgermeisterin Urte Steinberg machen es vor.

Maske auf! Abstand halten! Pinnebergs Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk und Bürgermeisterin Urte Steinberg machen es vor.

Foto: Stadt Pinneberg / HA

Bürgermeisterin: Pinneberger seien nachlässiger beim Gesundheitsschutz. Urte Steinberg und Natalina di Racca-Boenigk besorgt dieser Trend.

Pinneberg. Mit einem Appell zur weiteren Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln haben sich Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk und Bürgermeisterin Urte Steinberg an alle Pinneberger gewandt. Die Lockerungen dauerten noch keine vier Wochen – und fast scheint es, schreiben die beiden, als hätten einige vergessen, dass Corona nicht einfach durch offene Ladentüren verschwunden ist.

„Wir beobachten immer mehr, dass die Menschen wieder nachlässiger im Umgang mit den so lebensnotwendigen Abstands- und Hygieneregeln werden“, sagt Pinnebergs Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk. Menschlich verständlich sei das. „Den Bürgern musste in diesem Jahr viel zugemutet werden“, sagt Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg. „Kontakt- und Besuchsverbote bei Freunden und Familie, Abstands- und Hygieneregeln, geschlossene Geschäfte, abgesagte Veranstaltungen, Familienfeiern, Hochzeiten und Beerdigungen nur im kleinsten Kreis. Dazu die ständige Angst, ob man sich infiziert hat oder nicht – da kann man schon mal die Nase voll haben vom Staat und Regeln.“

Selbst der Bürgervorsteherin und der Bürgermeisterin würden die Beschränken nicht immer leicht fallen. Der fehlende Kontakt zu Angehörigen belaste. Es nerve gelegentlich sogar. Und doch seien all diese Einschränkungen nichts gegen das, was passieren könnte, wenn die Vorsicht nachlässt und eine zweite Welle kommt.

Deshalb betrachte die Bürgermeister die Situation weiterhin mit Sorge: „Besonders an Markttagen sehe ich, dass die Menschen die Abstände nicht einhalten. Ist es in Geschäften schon eine Selbstverständlichkeit, so vergisst die eine oder der andere den Abstand und den Mund-Nasen-Schutz beim Einkaufen auf dem Wochenmarkt.“

Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk ergänzt: „Masken tragen und Abstand halten sind ein geringer Preis für unsere Bewegungsfreiheit und unsere Reisefreiheit, die wir auch gerade Stück für Stück zurückbekommen. Und beide Maßnahmen helfen unseren Einzelhändlern, Gastronomen, Firmen, Kulturschaffenden und allen anderen, hoffentlich wieder auf die Beine zu kommen.“

Aus diesem Grund appellieren beide Amtsinhaberinnen eindringlich an die Pinneberger: „Bitte halten Sie auch weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln ein! Für sich, für Ihre Lieben und für uns alle. Und tragen Sie Masken!“ Vor allem, wenn man ein geschlossenes Gebäude betrete. Zudem gelten nach wie vor 1,5 Meter als gebotener Abstand.

Beide wüssten, was jeder wissen sollte: „Halten wir alle – jeder Einzelne - die Gesichtsmasken- und Abstandsregeln nicht mehr ein, dann ist der nächste Lockdown nur eine Frage der Zeit.“ Und den wolle niemand.

Am Montag etwa dürfe endlich die Gastronomie wieder öffnen, ebenso wie Fitnessstudios oder Kinos. Auch Veranstaltungen mit Sitzungscharakter und bis zu 50 Personen sind wieder erlaubt. Schulen und Kitas öffnen wieder. Das Leben kehrt zurück, aber nur, solange es unsere Virussensibilität zulässt.

( HA )

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