Kreis Pinneberg

Großfeuer auf Peiner Hof – defekter Kompressor war schuld

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Das Großfeuer am Peiner Hof in Prisdorf. Die Ursache ist nun geklärt.

Das Großfeuer am Peiner Hof in Prisdorf. Die Ursache ist nun geklärt.

Foto: Alexander Sulanke / Alexander Sulanjke

Die Ermittlungen der Kripo nach zwei verheerenden Bränden dauern an. Ursache für Bauernhofbrand noch unklar.

Prisdorf/Sparrieshoop.  Ein technischer Defekt hat das Großfeuer auf dem Peiner Hof am 21. April ausgelöst. Das haben die Brandermittlungen der Kripo ergeben. Die Ursache für den Brand auf dem Bauernhof in Klein Offenseth-Sparrieshoop am Freitag konnte noch nicht gefunden worden.

Auf dem Peiner Hof in Prisdorf stand am Dienstag voriger Woche ein Wohn- und Geschäftshaus in Flammen. „Ein defekter Kompressor hat das Feuer ausgelöst“, so Polizeisprecher Steffen Büntjen am Dienstag auf Anfrage. Das Gerät sei von den Ermittlern für eine genauere Untersuchung beschlagnahmt worden. Büntjen: „Wir gehen eindeutig von einer technischen Ursache aus.“

Brand brach im Erdgeschoss aus

Im Erdgeschoss des betroffenen Gebäudes waren diverse Maschinen und Geräte gelagert, die für den Betrieb der Golfanlage benötigt wurden. Schnell war klar, dass der Brand in diesem Bereich ausgebrochen sein muss und von dort auf das Obergeschoss übergegriffen hatte, in dem sich Wohnungen befanden.

Fünf Personen, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs gegen 18.40 Uhr im Gebäude befanden, konnten sich unverletzt retten. Das 25 mal 25 Meter große Wohn- und Geschäftshaus brannte völlig nieder. Den insgesamt 180 Einsatzkräften aus fünf Wehren gelang es in einem zwölfstündigen Kampf, mehrere in der Nähe stehende Häuser zu retten. Angefacht vom böigen Wind, hatten Funken die Dachfirste zweier reetgedeckter Gebäude in Brand gesetzt, eine weitere Brandausbreitung konnte dagegen verhindert werden.

Eine Million Euro Schaden

Die Schadenshöhe hat Hans-Detlef Voss von der Besitzerfamilie der Anlage auf eine Million Euro geschätzt, da zahlreiche teure Spezialmaschinen ein Raub der Flammen geworden sind. Polizeisprecher Büntjen konnte diese Angabe zunächst nicht bestätigen.

Ein technischer Defekt ist ebenfalls für das Feuer in Ellerbek verantwortlich. Dort stand am 18. April um kurz vor 11 Uhr an der Stettiner Straße ein vier mal fünf Meter großer Holzschuppen in Flammen, der direkt an ein Einfamilienhaus angebaut war. Das Feuer griff auf mehrere Anbauten über und breitete sich im Dachbereich weiter aus, ehe es die 81 eingesetzten Kräfte von drei Wehren stoppen konnten. Das Wohnhaus konnte gerettet werden.

Keine Hinweise auf Brandstiftung

Nicht mehr eindeutig geklärt werden kann die Ursache eines größeren Feuers in Quickborn, das am 21. April an der Harksheider Straße ein Gartenhaus vernichtet und sich in der Folge zu einem Wald- und Flächenbrand ausgeweitet hat. Sicher ist, dass der Schuppen Ausgangspunkt des Feuers war. Er wurde völlig zerstört, alle möglichen Spuren vernichtet. „Wir haben aber keine Hinweise darauf gefunden, dass es sich um eine vorsätzliche Brandlegung gehandelt haben könnte“, so Polizeisprecher Büntjen weiter. 80 Feuerwehrleute waren drei Stunden lang im Einsatz, zwei Wohngebäude konnten gerettet werden.

Noch unklar ist die Ursache des größten Feuers, das sich Freitagabend auf einem Bauernhof an der Austraße in Klein Offenseth-Sparieshoop abgespielt hat. Dort wurden eine Maschinenhalle sowie ein Stalltrakt Raub der Flammen, das Hauptgebäude konnte jedoch gerettet werden. 20 Tiere kamen ums Leben. 250 Einsatzkräfte kämpften elf Stunden lang gegen die Flammen. Eine erste Spurensuche vor Ort hat stattgefunden. Wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, war am Dienstag ungewiss.

( kol )

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