Uetersen

Hölzerner Anbau eines Hauses brennt komplett aus

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Ein Fahrzeug der Feuerwehr im Einsatz (Symbolbild).

Ein Fahrzeug der Feuerwehr im Einsatz (Symbolbild).

Foto: Daniel Bockwoldt / picture alliance / Daniel Bockwoldt

67 Feuerwehrleute können die übrigen Teile des Gebäudes sowie die Nachbarhäuser retten. Brandursache und Schadenshöhe sind noch unklar.

Uetersen. Bei einem Großfeuer ist in der Nacht zu Freitag in Uetersen das Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses völlig niedergebrannt. 67 eingesetzte Retter der Feuerwehren Uetersen und Tornesch konnten zumindest die übrigen Trakte des Gebäudes vor den Flammen sichern. Dennoch entstanden durch Ruß und Löschwasser erhebliche Schäden in dem älteren Mehrfamilienhaus.

Der erste Notruf ging um 3.24 Uhr in der Nacht bei der Rettungsleitstelle in Elmshorn ein. Schon auf der Anfahrt sahen sich die Feuerwehrleute mit weithin sichtbaren, meterhohen Feuersäule und dichten Qualmwolken konfrontiert. Als sie am Tornescher Weg eintrafen, stand das aus Holz errichtete Obergeschoss des Anbaus auf der rückwärtigen Seite des Gebäudes komplett in Flammen. Die sechs anwesenden Bewohner des Hauses, darunter zwei Kinder, hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereis unverletzt ins Freie retten können.

Für den brennenden Hausteil bestand Einsturzgefahr

Schnell war klar, dass der brennende Bereich des Gebäudes nicht zu retten sein würde. Er konnte wegen Einsturzgefahr schon nach kurzer Zeit von den Feuerwehrleuten nicht mehr betreten werden. Daher legten die Einsatzkräfte das Hauptaugenmerk darauf, ein Übergreifen der Flammen auf das Hauptgebäude sowie das direkt daran angrenzende Nachbarhaus zu verhindern. Von außen sowie über die Drehleiter und den Teleskopmast setzten die Retter mehrere Strahlrohre ein, um die Flammen einzudämmen und die übrigen Hausbereiche mit Wasser zu kühlen.

Ein weiterer Trupp kämpfte sich unter Atemschutz auf den Dachboden des Haupthauses vor, um von dort aus die Brandbekämpfung zu starten. Diese Strategie ging auf, die offenen Flammen konnten relativ schnell niedergeschlagen werden. Zur Kontrolle sowie zum Rauch- und Wärmeabzug wurde im Übergang der beiden Gebäudeteile das Dach des Haupthauses von der Drehleiter und dem Korb des Teleskopmastes aufgenommen.

So deckten die Einsatzkräfte einen großen Teil der Dachziegel ab, um darunter nach versteckten Brandnestern zu suchen und diese gegebenenfalls abzulöschen. Insgesamt dauerten die Löscharbeiten zwei Stunden. Daran beteiligt waren 32 Feuerwehrleute aus Uetersen sowie 35 Kollegen aus Tornesch. Nach Abzug der Kräfte blieb eine Brandwache noch vor Ort.

Kripo sucht Zeugen zur Klärung der Brandursache

Noch in der Nacht trafen außerdem Mitarbeiter des neuen Kriminaldauerdienstes der Kripo an der Einsatzstelle ein und nahmen die Ermittlungen zur Brandursache auf. Bis zum Nachmittag wurden sie nicht fündig. Auch die genaue Höhe des Schadens steht noch nicht fest.

Die Ermittler suchen jetzt Zeugen, die möglicherweise Hinweise auf die Entstehung des Brandes geben können. Hinweise dazu nimmt die Kripo in Pinneberg unter der Telefonnummer 04101/20 20 entgegen.

( kol )

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