Coronavirus

Covid-19-Fall in Pinneberger Klinikum – Patienten angesteckt

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Joana Ekrutt
Coronavirus: Im Pinneberger Klinikum wurde eine Patientin positiv auf Covid-19 getestet (Symbolbild).

Coronavirus: Im Pinneberger Klinikum wurde eine Patientin positiv auf Covid-19 getestet (Symbolbild).

Foto: picture alliance/Daniel Bockwoldt/dpa

Insgesamt vier Personen wurden seitdem positiv getestet. Ab sofort arbeiten alle Mitarbeiter mit einem Mundschutz.

Pinneberg. Eine Patientin des Regio Klinikums Pinneberg wurde positiv auf Covid-19 getestet. Laut Angaben der Klinik habe die Patientin während eines stationären Aufenthalts erkältungsähnliche Symptome entwickelt, woraufhin bei ihr ein Abstrich wegen des Verdachts auf das Coronavirus vorgenommen wurde.

Die Patientin habe angegeben, dass bei ihr kurz vor der Aufnahme in die Klinik bereits ein Covid-19-Test erfolgte, der negativ ausfiel.

Pinneberger Klinikum: Weitere Covid-19-Erkrankte

Direkte und indirekte Kontaktpersonen im Klinikumfeld seien daraufhin ebenfalls getestet worden. Von 23 getesteten Patienten waren am Mittwoch zwei Testergebnisse positiv, 14 negativ und sieben noch ausstehend.

Insgesamt wurden 59 Mitarbeiter getestet, von denen bislang zwei Testergebnisse positiv ausfielen. Die beiden betroffenen Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Betroffene Station für Aufnahmen gesperrt

Das Klinikum teilte mit, dass die betroffene Station für Aufnahmen gesperrt ist und die positiv getesteten Patienten sowie Patienten, für die das Testergebnis noch aussteht, isoliert behandelt werden.

Diese Patienten sollen erst verlegt oder entlassen werden, sobald ein negatives Testergebnis vorliegt. Patienten, die nach Hause entlassen werden können, sollen entlassen werden, wenn sie dort die Möglichkeit der Isolierung haben.

Informationen zum Coronavirus:

Auch entlassene Patienten wurden informiert

Die Klinik habe auch Patienten, die eventuell Kontakt mit der infizierten Patientin hatten, und bereits entlassen wurden, informiert. In der Kassenärztlichen Notfallpraxis liege eine Liste mit den Namen der ehemaligen Patienten aus, damit diese bevorzugt einen Covid-19-Absrich vornehmen lassen können.

„Dieser Fall veranschaulicht die Herausforderung, die stationäre Versorgung und die Sicherheit der Patienten und von Mitarbeitern in diesen Zeiten zu gewährleisten“, sagt Dr. Stefan Sudmann, Chefarzt der Zentralen Notaufnahmen in Pinneberg und Elmshorn.

Coronavirus in Pinneberger Klinikum: Alle tragen Mundschutz

„Dies auch, da viele Covid-19-Infizierte zunächst oder sogar über die Dauer der Erkrankung keine Symptome aufweisen. Dass Mitarbeiter sich bei Patienten oder auch weiteren Kontakten anstecken, erkranken, arbeiten und Kontakt zu vielen weiteren Menschen haben, kann nicht ausgeschlossen werden. Auch wir sind Menschen mit Familien, die einkaufen gehen und an die Tankstelle fahren. Eindämmen können wir das Problem dann nur durch schnelles Handeln. Das haben die Kolleginnen und Kollegen getan.“

Coronavirus - die Bilder zur Krise:

Der Krisenstab der Regio Kliniken habe nun entschieden, dass trotz begrenzter materieller Ressourcen alle Mitarbeiter ab sofort mit einem Mundschutz arbeiten. Diese Entscheidung sei auch auf den starken Anstieg der Infektionszahlen im Kreis Pinneberg zurückzuführen.

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