Kreis Pinneberg

17 neue Corona-Fälle – jetzt 250 Infizierte im Kreis

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So sieht es derzeit in den meisten Kindergärten aus. Die Stadt Wedel will Eltern nun die Kita-Gebühren erlassen.

So sieht es derzeit in den meisten Kindergärten aus. Die Stadt Wedel will Eltern nun die Kita-Gebühren erlassen.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Kinderschutzbund kauft mehr Gutscheine. Wedel stundet Steuern und erlässt Kita-Gebühren. Stadtwerke setzen Zählerwechsel aus.

Kreis Pinneberg.  Am Mittwoch sind vom Gesundheitsamt 17 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit steigt die Gesamtzahl der bisher im Kreis Pinneberg nachgewiesenen Covid-19-Erkrankungen auf 250. Im Krankenhaus mussten den Angaben zufolge bisher 40 Menschen wegen der Lungenerkrankung Covid-19 behandelt werden. Nach wie vor sind im Kreis zwei Todesfälle zu beklagen.

Kinderschutzbund kauft weitere Lebensmittelgutscheine

Am ersten Tag hat der Kinderschutzbund Elmshorn 20 Gutscheine für Kinder aus bedürftigen Familien ausgegeben. Aufgrund des Abendblatt-Artikels von Mittwoch wurde der Vorsitzenden Elke-Maria Lutz eine weitere Großspende angekündigt. Sie hat Mittwoch 50 weitere Gutscheine, diesmal bei Edeka Jensen, geordert. Das Büro an der Jürgenstraße soll nun werktags von 10 bis 11.30 Uhr für die Gutscheinausgabe öffnen. Weitere oder abweichende Zeiten sind dort ausgehängt.

Wedel stundet Gewerbesteuer für Unternehmen in Not

Die Stadt Wedel hilft Unternehmen mit Steuerstundungen und der Senkung von Steuervorauszahlungen, besser durch die Krise zu kommen. Grundlage ist der Erlass des Schleswig-Holsteinischen Finanzministerium zu Corona-Direkthilfen. Zwischen dem 18. und dem 27. März seien bereits 26 Anträge von Unternehmen zu den Direkthilfen eingegangen. Der überwiegende Anteil beantragte die Senkung der Gewerbesteuervorauszahlung für das Jahr 2020 auf null Euro.

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass alle Anträge, die bis Ende der vergangenen Woche gestellt wurden, bereits beschieden sind. Insgesamt habe die Stadt dadurch Gewerbesteuer in Höhe von etwa 672.100 Euro erlassen beziehungsweise gestundet und dabei rund 65.300 Euro wieder ausgezahlt. Unternehmen, die sich über die Möglichkeiten der Direkthilfen im steuerlichen Bereich informieren möchten, können sich telefonisch (04103/707-707) oder per E-Mail (m.baehr@stadt.wedel.de) an den Wirtschaftsförderer Manuel Baehr wenden. Anträge zur Gewerbesteuer können per E-Mail (k.reichert@stadt.wedel.de) an Kathrin Reichert von der Stadt Wedel gesendet werden.

Pinnebergs Stadtwerke setzen Zählerwechsel aus

Die Versorgung der Bürger mit Strom, Erdgas, Wärme, Wasser und Breitbanddiensten bleibt gewährleistet. Das versprechen die Stadtwerke Pinneberg. „Unsere Entstörungsdienste sind weiterhin wie gewohnt 24/7 für Sie einsatzbereit“, heißt es in einer Mitteilung. Damit das so bleibt, hat auch diese wichtige städtische Institution Maßnahmen getroffen, um die eigenen Mitarbeiter bestmöglich zu schützen und generell das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Sofern deren Angestellte Gebäude betreten müssen, halten sie größtmögliche Distanz zu den Bewohnern. Sollten sich Bürger in Quarantäne befinden, bitten die Stadtwerke um entsprechende Hinweise, um im Vorfeld mit ihnen gemeinsam das Vorgehen mit dem Gesundheitsamt abzustimmen. Wartungsarbeiten gehen weiter, Zählerwechsel ruhen bis mindestens 19. April.

Soweit möglich, arbeiten auch Stadtwerke-Mitarbeiter dezentral, die anderen möglichst in Schichten ohne persönlichen Kontakt mit der jeweils anderen Schicht.

Auch Wedel erlässt Eltern die Kita-Gebühren

Auch die Stadt Wedel will Eltern die Kita-Beiträge für den Monat April erlassen. Vor dem Hintergrund der Coronakrise und dem dadurch bedingten Ausfall der regulären Kinder-Betreuungsangebote hatte das Land Schleswig-Holstein den Kommunen 50 Millionen Euro Unterstützung aus dem Soforthilfeprogramm zugesagt, um Eltern die Beiträge für Kita, Hort oder Tagespflege für zwei Monate zu erlassen. Ähnlich gehen auch Quickborn und Elmshorn vor.

Die genaue Abwicklung obliegt dabei den Kommunen. Der Kreis Pinneberg hatte den Trägern der Kindertageseinrichtungen in Abstimmung mit den Kommunen empfohlen, die Elternbeiträge für April nicht einzuziehen. Ob auch die Beiträge für Mai oder rückwirkend für März nicht eingezogen werden sollen, sei noch nicht abschließend geklärt, teilte die Stadt mit.

Die Schulkindbetreuung müsse hingegen gesondert betrachtet werden, da sie nicht unter das Soforthilfeprogramm des Landes falle. Die kommunalen Spitzenverbände hätten die Landesregierung bereits aufgefordert, eine ähnliche Regelung zu finden, wie bei den Kita-Gebühren.

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