Kreis Pinneberg

Zweites Altenheim meldet Bewohner mit Coronavirus

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Nun wurde auch ein Bewohner eines Rellinger Seniorenheimes positiv auf das Corona-Virus getestet (Symbolbild).

Nun wurde auch ein Bewohner eines Rellinger Seniorenheimes positiv auf das Corona-Virus getestet (Symbolbild).

Foto: Jonas Güttler / dpa

Auch ein Seniorenheim in Rellingen vom Virus betroffen. Nach zwei Todesfällen zeigen in Tornesch fast alle Bewohner Symptome.

Tornesch/Rellingen. Die Hiobsbotschaft kam um 14.30 Uhr. In einer Mitteilung des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes heißt es: „Ein Bewohner des DRK-Seniorenwohnsitzes Rellingen wurde positiv auf das Coronavirus getestet.“

Damit steht fest: Nach dem Ausbruch des Coronavirus’ in einem Tornescher Altenheim mit bisher zwei Todesfällen sowie mindestens 15 weiteren Infektionen ist nun das zweite Seniorenheim im Kreis betroffen.

Coronavirus im Seniorenheim: Infizierter unter Quarantäne

Die Leitung des Rellinger Hauses und der DRK-Kreisverband stünden jetzt in engem Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt. Gemäß der Risikoeinschätzung würden nun alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Pflegekräfte getestet.

Der infizierte Bewohner könne bisher weiter im Haus versorgt werden. Seine Symptome seien noch mild. Da er mit seiner Ehefrau in einem Appartement lebt, stünden aber inzwischen beide unter Quarantäne.

Schutzmaskenpflicht für alle Mitarbeiter

Wie das DRK weiter mitteilt, blieben bis auf Weiteres alle Bewohner des betroffenen Bereiches in ihren Zimmern, unter anderem würden sie dort vorerst auch ihre Mahlzeiten einnehmen. Wohnbereichsübergreifende Arbeiten wurden zunächst untersagt, feste Teams versorgen und pflegen nun die Seniorinnen und Senioren in ihren jeweiligen Wohnbereichen.

Für alle Mitarbeiter gelte nun Schutzmasken-Pflicht, die Versorgung mit der nötigen Schutzausrüstung sei laut Kreisverband gesichert, Nachschub bereits angefordert.

In Rellinger Altenheim galt striktes Besuchsverbot

Auch in dem Rellinger Altenheim gilt seit Mitte März striktes Besuchsverbot, das auch konsequent eingehalten worden sei. Wie das Virus dennoch in die Einrichtung kam, ist wie im Tornescher Fall kaum noch nachzuvollziehen.

Die Einrichtungsleitung werde nun Angehörige und Bewohner informieren. Bürgermeister Marc Trampe habe seine Unterstützung zugesagt.

Tornescher Pflegeheim: Fast alle Bewohner zeigen Symptome

Unterdessen ist die Lage im Tornescher Pflegeheim nach wie vor angespannt. Laut Gesundheitsamt zeigten inzwischen fast alle der 35 Bewohner „grippeähnliche Symptome“. Zwei Frauen (87 und 81 Jahre alt) waren bereits an der Coronainfektion gestorben, zwei Bewohner befinden sich im Krankenhaus.

Wie berichtet, waren auch sieben der 16 Pflegekräfte positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Alle werden weiterhin engmaschig überwacht.

( nib )

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