Wedel

Gestaltung des Schulauer Hafens: Das ist der Zeitplan

So soll der Schulauer Hafen eines Tages aussehen, wenn alles fertig ist. Im April rücken die Bauarbeiter an.

So soll der Schulauer Hafen eines Tages aussehen, wenn alles fertig ist. Im April rücken die Bauarbeiter an.

Foto: Stadt Wedel / HA

Arbeit an erstem Abschnitt des Projekts soll im April beginnen und 2021 abgeschlossen sein. Planer warnen: Es dürfte laut werden.

Wedel.  Eigentlich hätten die Pläne zur Neugestaltung der Ostpromenade und die Schaffung von Zugangsmöglichkeiten am Schulauer Hafen in Wedel der Öffentlichkeit diese Woche bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt werden sollen. Doch wegen der allgemeinen Vorsorgemaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus’ wurde diese abgesagt. Die Pläne für das Projekt, das im Juli 2019 vom Land Schleswig-Holstein eine Förderzusage in Höhe von 14,6 Millionen Euro bewilligt bekommen hat, hat die Stadt Wedel dennoch veröffentlicht.

Insgesamt umfasst das Konzept die Realisierung dreier verschiedener Maßnahmen: die Schaffung einer Freianlage, die Sanierung der Hochwasserschutzwand und den Hochbau eines Teilabschnitts am Strandweg. Die Freianlage soll dabei aus einer Promenade, mehreren Grünflächen und einer Treppenanlage bestehen. Im nördlichen Bereich, der insgesamt grüner gestaltet werden soll, sind Sitzgelegenheiten aus Holzlatten und Sitzblöcke aus Granit geplant. Rund 24 neue Bäume sollen gepflanzt werden. Auch eine Rasenfläche ist hier vorgesehen.

Hafenmeisterhaus wird hochwassersicher neu gebaut

Der südliche Bereich soll hingegen offener und großzügiger angelegt werden. Eine befestige Treppenanlage mit diversen Sitzgelegenheiten soll gebaut werden. In diesem Bereich sollen zudem ein Toilettenhäuschen, ein Kiosk und eine Fläche für Gastronomie entstehen. Auch das Hafenmeisterhaus, das abgerissen wird, soll hier in ähnlicher Form wieder aufgebaut werden. Im Gegensatz zu dem alten Gebäude soll es hochwassersicher sein und dauerhaft nutzbar gemacht werden.

Für diesen Bereich der Ostpromenade ist der Hochbau durch eine höher gelegene Promenade geplant. Um Barrierefreiheit zu gewährleisten, entstehen das WC-Haus sowie der Kiosk auf der oberen Promenade. Die umfassendsten Änderungen sind an der Flutschutzwand geplant, die laut der Bauleiter neben dem Aspekt des Hochwasserschutzes „zu einem wichtigen Gestaltungselement der Ostpromenade“ werden soll. Da die Wand den Verkehrslärm abschirmt, soll sich der Aufenthalt am Hafen angenehmer gestalten. Für eine bessere Sichtbarkeit des Hafens sollen im oberen Mauerbereich auf gesamter Länge Glaselemente eingebaut werden. Dadurch würden die oberen 6o Zentimeter der Mauer transparent erscheinen, wodurch „der trennende Charakter zwischen Hafen und Stadt, insbesondere von der Hafenstraße aus aufgelöst wird“.

Nach diesen Umbauten wird die Flutschutzwand insgesamt neu gestaltet. Sowohl auf der Wasser- als auch auf der Landseite soll die Wand neu verputzt werden. Auf den Bewuchs soll in Zukunft hingegen verzichtet werden, da der bislang an der Mauer wachsende Efeu zu Schäden geführt hat. Um den Zugang zum Hafen zu erleichtern, sollen drei einfach verschließbare Tore in die Hochwasserschutzwand integriert werden. Die barrierefreien Tore sollen anders als bislang auch im Winter nur bei Bedarf geschlossen werden.

Zum Hafenfest sollen die Arbeiter pausieren

Mit der Sanierung und dem Umbau der Flutschutzwand soll bereits im April begonnen werden. Die Arbeit an diesem Bauabschnitt soll voraussichtlich bis Ende nächsten Jahres andauern. Arbeiten, die der Hochwassersicherheit dienen, sollen ausschließlich in der sturmflutfreien Zeit, von April bis Mitte September erfolgen. Der erste Bauabschnitt umfasst dabei den Bereich von der Schulauer Straße 2 bis zur Hafenstraße. Die Planer warnen, dass insbesondere der Abbruch und die Neubetonierung der Mauer mit einer enormen Lärmbelästigung einhergehen werden. Diese Arbeiten sind für dieses und nächstes Jahr jeweils von April bis Juni geplant. Nach Abstimmung mit der Baufirma könnten sehr lärmintensive Bautätigkeiten auf die Arbeitszeiten von 8 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 17 Uhr beschränkt werden.

Während der ersten Bauphase wird auf der Schulauer Straße abschnittweise nur ein Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Zum Hafenfest im Juni sind sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr keine Bauarbeiten geplant. Je nachdem, wie sich die Lage entwickelt, sollen weitere Bürgerinformationsveranstaltungen angeboten werden. Dass es im Schulauer Hafen nun vorangeht, dürfte die meisten Wedeler freuen.