Moorrege

Gemeinde ist vorerst ohne Bürgermeister

| Lesedauer: 2 Minuten
Karl-Heinz Weinberg (CDU) ist als Bürgermeister von Moorrege bereits zurückgetreten.

Karl-Heinz Weinberg (CDU) ist als Bürgermeister von Moorrege bereits zurückgetreten.

Foto: Cornelia Hösch / HA

Gemeinderat sollte am 25. März einen neuen Bürgermeister wählen, tagt aber wegen Corona nicht. Karl-Heinz Weinberg zurückgetreten.

Moorrege.  Die Gemeinde Moorrege hat ab 25. März keinen Bürgermeister mehr. An diesem Tag sollte der Gemeinderat den Nachfolger von Noch-Amtsinhaber Karl-Heinz Weinberg (CDU) wählen. Wegen der Corona-Gefahr hat Weinberg aber die Sitzung abgesagt. Und da der Christdemokrat zu diesem Datum seinen Rücktritt bereits erklärt hat, bleibt der Posten ab dem 25. März vakant. Weinberg stand 25 Jahre an der Spitze der Gemeinde.

Weinbergs Aufgaben werden dann von dem Ersten stellvertretenden Bürgermeister übernommen, erklärt Amtsdirektor Rainer Jürgensen vom Amt Geest und Marsch Südholstein. Dies ist Carsten Niedworok von der oppositionellen Freien Wählergemeinschaft Moorrege (FWM). Die Personalie birgt Brisanz. Niedworok war CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender und -Gemeinderat, ist jedoch im Streit mit Weinberg und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Georg Plettenberg aus der Partei ausgeschieden.

„Ich mache es gern“, so Niedworok. Er verweist auf eine dreiwöchige Phase, während der er den krankheitsbedingt abwesenden Weinberg im vergangenen Jahr vertreten hat und bereits Eindrücke gewinnen konnte. Beruflich ist er derzeit im Homeoffice aktiv und gut in der Lage, den Arbeitsaufwand zu bewältigen.

Wann der neue Bürgermeister gewählt werden kann, ist völlig unklar und dürfte von der Entwicklung der Covid-19-Pandemie abhängen. Nach der Gemeindeordnung muss spätestens fünf Monate nach dem Rücktritt ein neues Gemeindeoberhaupt gewählt worden sein, so Jürgensen.

Der CDU-Gemeindeverbands- und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jan Schmidt hatte angekündigt, Wolfgang Balasus als Nachfolger Weinbergs vorzuschlagen. Die CDU lenkt derzeit zusammen mit den Grünen in einer Allianz die Geschicke der Gemeinde. Die oppositionelle FWM hat mit Ulrich Möller einen eigenen Bürgermeisterkandidaten angekündigt. Gleichzeitig hat Fraktionsvorsitzender Michael Adam Grünen und der zweiten Oppositionsfraktion, der SPD, ein Gesprächsangebot gemacht.

Weinberg war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

( )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Pinneberg