Kreis Pinneberg

Corona: Synode fällt aus, Feuerwehr will weniger üben

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„Die bei der Synode zu verhandelnde Tagesordnung ist zwar sehr wichtig. Es ist uns jedoch wichtiger, die Menschen, insbesondere ältere, zu schützen“, sagt Synodenpräses Beate Raudies.

„Die bei der Synode zu verhandelnde Tagesordnung ist zwar sehr wichtig. Es ist uns jedoch wichtiger, die Menschen, insbesondere ältere, zu schützen“, sagt Synodenpräses Beate Raudies.

Foto: Carsten Rehder / dpa

Erste Veranstaltungen abgesagt, Kreis-Feuerwehr rät Ortswehren zu Einschränkungen. Versammlung des Kirchenkreises fällt aus.

Kreis Pinneberg. Das Coronavirus nimmt das öffentliche Leben im Kreis Pinneberg in den Würgegriff. Erste Veranstaltungen fallen aus, der Kirchenkreis Rantzau sagt seine geplante Synode ab, und auch die Kreis-Feuerwehr empfiehlt allen Wehren Einschränkungen.

100 Mitglieder wären Sonnabend zur Kirchenkreissynode nach Elmshorn gekommen – für mehrere Stunden in einen geschlossenen Raum. Auch ein Mittagessen war vorgesehen. Einige der Synodalen zählen darüber hinaus altersbedingt zu der vom Coronavirus betroffenen Risikogruppe. Damit sieht das Präsidium einige Kriterien erfüllt, die für eine Absage der Veranstaltung sprechen. „Die bei der Synode zu verhandelnde Tagesordnung ist zwar sehr wichtig. Es ist uns jedoch wichtiger, die Menschen, insbesondere ältere, zu schützen“, begründet Synodenpräses Beate Raudies die Entscheidung. Alle weiteren Veranstaltungen sollen zunächst stattfinden.

Der Kreisfeuerwehrverband empfiehlt allen Wehren, auf Übungsdienste und größere Versammlungen vorerst zu verzichten. „Bei diesen Maßnahmen geht es ausschließlich darum, die Einsatzbereitschaft nicht zu gefährden“, sagt Kreiswehrführer Frank Homrich. Das gelte zunächst bis Ostern und habe auf die Einsatzbereitschaft der Helfer keine Auswirkungen – auch wenn regelmäßiges Üben wichtig sei. „Wir sind aber fit in unserem Handeln, sodass einige Wochen ohne Dienst und Übung die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren nicht einschränkt“, betont Homrich. Viel schlimmer wäre es, wenn eine Feuerwehr komplett unter Quarantäne gestellt werden müsste.

Der Kreis arbeitet an Empfehlungen, wie mit kulturellen Veranstaltungen umgegangen werden könnte. Sie sollen „zeitnah“ veröffentlicht werden, so Kreissprecher Oliver Carstens, und sich an Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts orientieren. Es gibt bereits erste Kritik am Verhalten des Kreises – und Absagen von Veranstaltungen.

Absagen: Welche kulturellen Veranstaltungen im Kreis Pinneberg von Absagen betroffen sind, lesen Sie hier und in ihrem Hamburger Abendblatt auf Seite 24.

( kol/pö )

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