Quickborn

Schüsse im Moor: Ein neuer Fall für Sarah Kohr

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Auto versunken. Kommissarin Sarah Kohr, gespielt von Lisa Maria Potthoff, sieht etwas mitgenommen aus.

Auto versunken. Kommissarin Sarah Kohr, gespielt von Lisa Maria Potthoff, sieht etwas mitgenommen aus.

Foto: Marion von der Mehden / ZDF und Marion von der Mehden

Das ZDF dreht für eine Fernseh-Krimireihe in Quickborn. Im Film wird aus dem Himmelmoor das Teufelsmoor, zu sehen im April.

Quickborn/Mainz.  Gut eine Woche dauerten die Dreharbeiten des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) vor gut einem Jahr im Quickborner Himmelmoor, erinnert sich Dan Zelck, einer der sechs offiziellen Naturschutzbeauftragten und Mitbegründer der Torfbahn AG. „Es war Ende Januar, kalt und nass.“ Die Fernsehleute brachten eigens eine Sauna zu den Dreharbeiten mit, damit sich die Schauspieler in den Pausen aufwärmen konnten, wenn sie sich und ihre Klamotten zuvor im tiefen Morast nass und klamm gemacht hatten.

Die Fernsehzuschauer können sich davon selbst ein Bild machen, wenn sie am Montag, 6. April, die vierte Folge der ZDF-Krimi-Reihe „Sarah Kohr - Teufelsmoor“ anschauen. Die Titelheldin und Kommissarin, gespielt von Lisa Maria Pothoff, ermittelt hier im linksterroristischen Milieu. Eine Terrorgruppe hat offenbar ein Waffenlager im Teufelsmoor eingerichtet, wie das Quickborner Himmelmoor im Film heißt. Die Hamburger Kommissarin kommt dahinter, als sie herauszufinden versucht, wie ein jugendlicher Tankstellenräuber an seine Waffe gekommen ist. Dabei stößt sie auf eine Mauer des Schweigens in einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft. Beinahe wird sie selbst Opfer eines Anschlags auf ihr Leben, und schließlich kommt es zum Showdown im Himmelmoor.

Mit Bagger und schwerem Gerät seien sie jeden Tag von 6 Uhr früh bis zum Teil in die Abendstunden bis 21 Uhr „wie im Pendelverkehr“ im Moor zugange gewesen, berichtet Dan Zelck. Insbesondere galt es, einen alten VW Passat ins Moor zu schleppen, der dann im Moor versinken sollte. Dabei bediente sich das Fernsehteam eines Tricks. Das Auto wurde als Ganzes mit der Torfbahn etwa einen Kilometer zum ersten Damm gezogen. Später schaffte er noch Einzelteile desselben Fahrzeugtyps ins Moor, die dann aus dem Morast herausragten, um den Zuschauern zu suggerieren, dass das Fahrzeug im Sumpf stecken geblieben sei.

Die Mitarbeit bei den Dreharbeiten habe sehr viel Spaß gemacht, erzählt Zelck. Auch wenn ihm einige Sequenzen unlogisch vorkamen. So wäre der Bunker, wie er im Film zu sehen ist, kaum in einem Moor anzulegen gewesen, wunderte sich Zelck. Sehr aufschlussreich empfand er auch, wie schnell sich die Anweisungen während der Dreharbeiten änderten. „Die passten sich dann oft im Laufe der Zeit so an, bis sie schließlich praxisnah waren.“ Das Honorar sei der AG Torfbahn zugeflossen.

Der vierte Teil der Krimi-Reihe „Sarah Kohr“ spiele deshalb im Teufelsmoor, weil dies im Drehbuch von Timo Berndt so genannt sei, erklärt ZDF-Sprecherin Susanne Priebe. Erst gebe es die Idee, für die dann die richtige Location gesucht werde – und die offenbar im Himmelmoor gefunden wurde. „Das ist künstlerische Freiheit.“

Neben Hauptdarstellerin Potthoff spielen Herbert Knaup, Armin Rohde und Corinna Kirchhoff mit.

ZDF-Krimi: „Sarah Kohr – Teufelsmoor“, Mo 6.4., 20.15 Uhr, ZDF. 30.3. an auch in der ZDF-Mediathek abrufbar.

( bf )

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