Pinneberg
Uetersen/Tornesch

Bahn-Testbetrieb: Bürgerbeteiligung verschoben

Dieser Triebwagen wird zwischen Uetersen und Tornesch eingesetzt.

Dieser Triebwagen wird zwischen Uetersen und Tornesch eingesetzt.

Foto: NEG / HA

Nach einem ersten Probeverkehr zwischen Tornesch und Uetersen soll zunächst intern beraten werden, wie es weitergeht. Die CDU übt Kritik.

Uetersen. Ab nächste Woche rollt sie wieder: Die Bahn zwischen Tornesch und Uetersen. Zunächst jedoch nur in einem sechstägigen Probeverkehr. Im Anschluss war für den 27. Februar ursprünglich eine Bürgerversammlung im Rathaus Uetersen geplant. Dort sollte das vorläufige Zwischenergebnis des Gutachtens zur ÖPNV-Verbesserung zwischen den beiden Städten vorgestellt werden. Nun teilte die zuständige Norddeutsche Eisenbahngesellschaft (NEG) mit, dass es sich bei diesem Termin doch nicht um eine öffentliche Veranstaltung, sondern um eine „interne Zusammenkunft“ handelt.

Die CDU Uetersen kritisiert dieses Vorgehen. „Im ersten Termin nach Vorlage des Gutachtens und Abschluss des Probebetriebs die Öffentlichkeit und damit die potenziellen Bahnfahrer und Nutzer dieser Strecke von diesem Termin auszuschließen, ist die falsche Vorgehensweise auf dem Weg zu einer Entscheidung“, sagt der Fraktionsvorsitzende Andreas Stief. „Wir als CDU stehen auch in diesem Thema für Transparenz und Verlässlichkeit und fordern die NEG auf, bei Ihrer ursprünglichen Planung zu bleiben und, wie es beim Bahnfahren nun einmal üblich ist, die Menschen mitzunehmen.“ Die NEG teilte am Freitag mit, dass eine Bürgerbeteiligung zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden soll. Ein Termin dafür steht jedoch noch nicht fest.

Während der Strecken-Testphase vom 20. bis zum 25. Februar können Interessierte kostenfrei mit dem Zug von Tornesch nach Uetersen fahren. Der erste Zug soll am Donnerstag, 20. Februar, um 5.12 Uhr am Uetersener Bahnhof abfahren. Danach wird er stündlich zwischen den Orten pendeln. Pro Fahrt finden rund 70 Reisende in einem aufbereiteten Triebwagen der NEG Platz. Laut Fahrplan wird es drei Haltepunkte geben. Bis zur jeweiligen Endhaltestelle dauert die Fahrt elf Minuten. Über die dauerhafte Wiedereinführung der Verbindung wird bereits seit mehreren Jahren diskutiert.