Pinneberg
Kreis Pinneberg

Halstenbeker Beratungsstellen bündeln ihre Kräfte

Bürgermeister Claudius von Rüden (Mitte) freut sich, dass Behindertenbeauftragte Brigitte Riek und Wohnraumberater Waldemar Frerichs jetzt eine gemeinsame Sprechstunde anbieten.

Bürgermeister Claudius von Rüden (Mitte) freut sich, dass Behindertenbeauftragte Brigitte Riek und Wohnraumberater Waldemar Frerichs jetzt eine gemeinsame Sprechstunde anbieten.

Foto: Arne Kolarczyk

Die Behindertenbeauftragte und das Team der Wohnraumberatung bieten ab sofort eine gemeinsame monatliche Sprechstunde an.

Halstenbek. Gleich zwei Beratungsstellen in Halstenbek bündeln ihre Kräfte: Die Behindertenbeauftragte Brigitte Riek und das ehrenamtliche Team der Wohnraumberatung um Waldemar Frerichs bieten ab sofort eine gemeinsame monatliche Sprechstunde an. „Wir haben festgestellt, dass sich unsere Themenbereiche häufig überschneiden und es daher sinnvoll ist, unsere Sprechzeiten zusammenzufassen“, sagen Riek und Frerichs.

Brigitte Riek ist seit dem 1. August vorigen Jahres als ehrenamtliche Beauftragte für Menschen mit Behinderungen in Halstenbek tätig. „Ich mache vor allem Hausbesuche, um Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen beraten zu können.“ Ein beherrschendes Thema sei dabei die häusliche Situation der Betroffenen. „Ich biete daher eine Wohnraumberatung an.“ Das gleiche mache die Beratungsstelle Wohnberatung/Wohnanpassung des Seniorenwerks, die eine regelmäßige Sprechstunde im Rathaus abhält. Künftig stehen beide Beratungsstellen gemeinsam jeweils am ersten Freitag eines Monats in der Zeit von 10 bis 12 Uhr im Raum 32 des Rathauses (erstes Obergeschoss) für eine Kontaktaufnahme zur Verfügung.

Viele ältere Häuser sind nicht altersgerecht gebaut

Viele Wohnungen und Häuser im Kreis Pinneberg sind nicht so geplant und gebaut worden, dass sich auch im fortgeschrittenen Alter und bei auftretender Behinderung gut darin leben lässt. „Nur etwa fünf Prozent der Wohnungen in ganz Deutschland sind geeignet für Menschen, die auf Gehstock, Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind“, sagt Wera Lange, die Gründerin der Beratungsstelle für Wohnberatung/Wohnanpassung.

Inzwischen gibt es ein vierköpfiges Team, zu dem auch Bernd Egerland, ein Architekt im Ruhestand, gehört. Es bietet direkt vor Ort bei den Betroffenen eine individuelle Beratung zu Fragen der persönlichen Wohnsituation im Alter an, wenn sich aufgrund von eingeschränkter Mobilität ein großer Teil des Alltags in den eigenen vier Wänden abspielt.

Die Erfahrung der ehrenamtlichen Wohnraumberater dabei ist, dass oft schon kleine Veränderungen die Sicherheit und die Lebensqualität entscheidend erhöhen können. „Dazu gehören die Beseitigung von Stolperfallen, das Anbringen von Haltegriffen im Bad sowie eine gute Beleuchtung“, sagt Waldemar Frerichs.