Pinneberg
Kreistag

Kreis Pinneberg würdigt drei verdiente Bürger

Sind als verdiente Persönlichkeiten des Kreises Pinneberg vom Kreistag in das Bürgerbuch für herausragendes ehrenamtliches Engagement aufgenommen worden: Klaus-Hermann Hensel (l.), Dieter Wenskat und Alice Sabine Fuhlbrügge.

Sind als verdiente Persönlichkeiten des Kreises Pinneberg vom Kreistag in das Bürgerbuch für herausragendes ehrenamtliches Engagement aufgenommen worden: Klaus-Hermann Hensel (l.), Dieter Wenskat und Alice Sabine Fuhlbrügge.

Foto: Burkhard Fuchs

Das ehrenamtliche Trio durfte sich jetzt im Bürgerbuch des Kreises verewigen. Das hat jetzt schon 42 Einträge.

Pinneberg. In einer feierlichen Zeremonie hat der Kreistag im Pinneberger Ratssaal drei verdiente Bürger in sein Bürgerbuch aufgenommen. Es sind Alice Sabine Fuhlbrügge (81) aus Elmshorn, Klaus-Hermann Hensel (72) aus Quickborn und Dieter Wenskat (74) aus Klein Offenseth-Sparrieshoop. Seit 2007 ehrt der Kreistag Menschen, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft verdient gemacht haben, mit dem Eintrag ins Bürgerbuch, das nun 42 Personen aufzählt.

Alice Sabine Fuhlbrügge ist seit 2003 die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Elmshorn. In dieser Funktion habe sie sich entscheidend für die Wiederherstellung des jüdischen Friedhofes von 1685, dem zweitältesten in Schleswig-Holstein, eingesetzt, würdigten Kreispräsident Helmuth Ahrens und Elmshorns Erster Stadtrat Dirk Moritz ihr Engagement. „Mit viel Herz und Menschlichkeit gelingt es ihr, den jüdischen Mitbürgern das Praktizieren ihres Glaubens zu ermöglichen“, sagte Ahrens. „Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die sich für andere einsetzen“, sagte Stadtrat Moritz, der ihr ein Aquarell schenkte.

Auch Vater der Himmelmoor-Entwicklung geehrt

Klaus H. Hensel wurde für seinen langjährigen Einsatz im Förderverein des Quickborner Himmelmoores ausgezeichnet, dessen Gründungsmitglied er war. In dieser Funktion konnte er erreichen, dass die Torfbahn wieder durchs Moor fährt und dass ein Moorlehrpfad die einzigartige Flora und Fauna des einst landesweit größten Hochmoores erlebbar macht. „Den Naturschutz, die Geschichte und Naherholung des Himmelmoores den Menschen nahezubringen, ist ihm eine Herzensangelegenheit“, sagte der Kreispräsident. Er sei „das Gesicht des Himmelmoores.“ Quickborns Bürgermeister Köppl lobte ihn als „Vater der Himmelmoor-Entwicklung“. Hensel war zudem fast 50 Jahre politisch tätig.

Dieter Wenskat, als dritter Geehrter im Bunde, ist amtierender Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates und berät in dieser Funktion den Kreistag seit Jahren, führte Ahrens aus. „Er kümmert sich unermüdlich um die Sorgen und Nöte von älteren Menschen.“ Vor allem auch in seiner Heimatgemeinde Sparrieshoop im Sozialverband, wo er „viel geholfen hat“, wie Bürgermeister Günther Korff seinen ausgezeichneten Mitbürger lobte. Zudem engagiere sich der gebürtige Ostpreuße in seiner früheren Heimat, wo er Schulen und Kindergärten mit Lesebüchern beschenkt habe.