Pinneberg
Geschwister-Scholl-Haus

Pinneberg hat jetzt einen lebensgroßen Kickertisch

Stadtjugendpfleger Raimund Bohmann (v.l.), Hannah Schmidtpott vom Jugendzentrum und Heiner Koch von der Stadt im neuen Kicker

Stadtjugendpfleger Raimund Bohmann (v.l.), Hannah Schmidtpott vom Jugendzentrum und Heiner Koch von der Stadt im neuen Kicker

Foto: Jana Schaper

Das aufblasbare Gerät hat für bis zu zwölf Personen Platz. Es steht nun für Jugendzentren und Firmenfeiern zur Verfügung.

Pinneberg. Es darf gekickert werden. Aber anders. Im Jugendzentrum Geschwister-Scholl-Haus bewegen sich von nun an keine Spielfiguren mehr, sondern zwölf reale Menschen auf dem Feld. Willkommen beim Menschenkicker! Dabei greifen Spieler die Schlaufen der Stangen, um im Team die Richtung der eigenen Kicker-Reihe zu bestimmen.

„Wir hatten schon mal einen Menschenkicker hier, allerdings kam der aus Leipzig, war geliehen und aus Holz“, sagt so Raimund Bohmann, Stadtjugendpfleger. „Das war viel zu aufwendig und auch zu schwer aufzubauen, hat den Kindern aber großen Spaß gemacht.“ Nun bot das Institut für Stadtmarketing (ifs) einen dauerhaften Menschenkicker an. Voraussetzung war nur, dass genügend Sponsoren gefunden werden konnten.

24 Sponsoren machten Anschaffung möglich

„Die Chance haben wir natürlich genutzt, und direkt Kontakt aufgenommen“, sagt Bohmann. Denn dieser Kicker werde maschinell aufgeblasen, nur die Stangen mussten noch manuell eingebaut werden. „Also alles viel leichter als das Holzding.“ Etwa zwei Jahre hat es gedauert, bis die Spenden reichten.

24 Sponsoren haben das neue Spielzeug inklusive Anhänger ermöglicht und können nun auch selbst mal spielen, etwa bei Firmen-Jubiläen. „Das ist nicht nur etwas für Kinder und Jugendliche“, so der Stadtjugendpfleger.

Das Institut hat eigenständig Sponsoren ausgewählt und angesprochen, zum Beispiel Lukas Morciniec vom Pflegepartner Nord. „Das ifs hat das Projekt vorgestellt und ich war direkt begeistert. Es ist wichtig, die Kinder und Jugendlichen heutzutage offline zu beschäftigen und sie von ihren Handys abzulenken“, sagt der Geschäftsführer. Zudem schätzt er auch die Regionalität dieses Projekts. Es sei eine gute Sache für Pinneberg.

Der Jugend muss „etwas Besonderes“ geboten werden

Bei Veranstaltungen wie Kindertagen, Stadtfesten oder eigenen Turnieren der Jugendzentren soll der Menschenkicker für Aufmerksamkeit sorgen. „Es ist eine super Möglichkeit, in größeren Gruppen in Bewegung zu kommen und die Teambildung zu fördern“, sagt Hannah Schmidtpott, stellvertretende Leiterin des Geschwister-Scholl-Hauses. Außerdem müsse man sich heutzutage wirklich etwas einfallen lassen, um die Jugend überhaupt noch anzusprechen, „einfach weil es besonders sein muss“.

Außergewöhnlich sei der lebendige Kicker. Er hat von nun an auch seinen Parkplatz im Geschwister-Scholl-Haus, wird aber nicht täglich aufgebaut sein. Stattdessen soll er allen Jugendzentren und Sponsoren zugute kommen. „Wir werden ihn sicher bei vielen Sommer aufbauen“, sagt Raimund Bohmann.