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Elmshorn

„Mobile Spielplatzbetreuung“ ist auf Wintertour

Beim „Stratego“-Duell fördert Spielplatzbetreuer Matthias Sellhorn sowohl das Denkvermögen, als auch die soziale Kompetenz der Kinder.

Beim „Stratego“-Duell fördert Spielplatzbetreuer Matthias Sellhorn sowohl das Denkvermögen, als auch die soziale Kompetenz der Kinder.

Foto: Torben Hinz, Stadt Elmshorn Für

Die Mitarbeiter der Stadt bereichern etwa während der Wintermonate den Alltag an den Elmshorner Grundschulen – und zwar spielerisch.

Elmshorn.  Im Sommer sind Ute Feddersen und Matthias Sellhorn als Mobile Spielplatzbetreuer, kurz: Mobs, mit ihrem Bus in Elmshorn unterwegs. Im Winter gehen sie alle zwei Wochen an eine andere Elmshorner Grundschule und bieten Kindern des jeweiligen Wohngebiets Raum zur kreativen Entfaltung.

Zwischen April und Oktober sind die beiden pädagogischen Mitarbeiter der Stadt mit einem großen Bus als Mobile Spielplatzbetreuung unterwegs. Jetzt, im Winter, kommen in der Hafenschule das Spielen und Basteln am Nachmittag super an. „Die Sonne“, ruft Lucy und legt die nächste „Dobble“-Karte. Die Achtjährige spielt gegen Lina aus der 1b und muss zum Gewinnen möglichst schnell zwei gleiche Symbole auf den runden Karten entdecken. „Dobble mag ich am liebsten“, erklärt Lucy, die aber generell gerne zum Spielen und Basteln in die offene Nachmittagsbetreuung kommt.

Wenn Ute Feddersen und Matthias Sellhorn ihre Tätigkeit nach drinnen verlegen, begleitet sie Samir Ighalan. Er absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Stadt. Im Zwei-Wochen-Rhythmus wechseln die drei von Grundschule zu Grundschule und bieten den Kindern der Umgebung nachmittags die Gelegenheit zum kostenlosen Spielen und Basteln.

Täglich nutzen etwa 40 bis 60 Kinder das Angebot. Im Sommer liegt der Fokus bei der Mobilen Spielplatzbetreuung auf Bewegung. Im Winter sind dagegen Gesellschaftsspiele und Kreativangebote gefragt.

Matthias Sellhorn etwa liefert sich ein „Stratego“-Match mit einem der Jungs, während Ute Feddersen den Basteltisch betreut. „Beim Spielen entwickeln die Kinder viele geistige und kognitive Kompetenzen“, sagt sie. Denn im Spiel müssen die Jüngsten strategisch denken, die Folgen ihres Handelns abschätzen und mit anderen interagieren. Das fördert unter anderem ihr Sprachvermögen und ihre Motorik. Nebenbei knüpfen die Kinder auch Kontakte zu Gleichaltrigen. „Spielen ist eine hohe Form von Bildung“, so Feddersen, die mittlerweile mehrere Generationen Elmshorner Kinder betreut hat.

Die beiden Erzieher sind Teil des Teams Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Elmshorn. Sie sollen auch die Grundschulen entlasten, erklärt der Erste Stadtrat Dirk Moritz. „Es handelt sich um ein kostenfreies und freiwilliges Service-Angebot der Stadt“, sagt er. „Wir wollen den Kindern nicht nur im Unterricht bestmögliche Bedingungen zur Entfaltung bieten.“

Daher unterhalte die Stadt neben der Mobilen Spielplatzbetreuung noch andere Angebote für den Nachwuchs, zum Beispiel das Kinder- und Jugendhaus Krückaupark oder die Freizeitkiste an der Friedrich-Ebert-Schule. „Im April wollen wir zudem den neuen Jugendcontainer im Steindammpark eröffnen.“