Pinneberg
Gastronomie

Zwei neue Lokale für die Kochfabrik

Kochfabrik-Chef Patrick Diehrs (l.) mit den Eventmanagern Rebecca Kis und Arian Kunz, die sich um die Vermietung des Klosterschätzchens in der Priörinnenscheune in Uetersen kümmern.

Kochfabrik-Chef Patrick Diehrs (l.) mit den Eventmanagern Rebecca Kis und Arian Kunz, die sich um die Vermietung des Klosterschätzchens in der Priörinnenscheune in Uetersen kümmern.

Foto: Anne Dewitz

Das Prisdorfer Cateringunternehmen erweitert in Uetersen und Raa-Besenbek. Was der Chef plant und die Gäste erwartet.

Uetersen.  Die Kochfabrik erweitert ihr Geschäft um zwei weitere Veranstaltungsflächen. Im März 2020 eröffnet das Cateringunternehmen aus Prisdorf das Klosterschätzchen in Uetersen, im Mai folgt der Pavillon der Alten Ziegelei in Raa-Besenbek. „So können wir unseren Kunden neben unserem À-la-carte-Restaurant Goldschätzchen und der Goldscheune auf dem Peiner Hof zwei weitere tolle Locations für Feierlichkeiten anbieten“, sagt Inhaber Patrick Diehr.

Zum Goldschätzchen gehören auch die schottischen Hochlandrinder auf der angrenzenden Weide, die von den Mitarbeitern gehegt und gepflegt werden. Denn zu Diehrs Credo gehört auch das Wissen um die Herkunft der Produkte und die Zutaten seiner Küche.

Bei der ehemaligen Klosterküche handelt es sich um das älteste Haus in Uetersen, welches bis Ende 2019 von Familie Kokot als Restaurant betrieben wurde. Das 1664 erbaute Fachwerkhaus neben der spätbarocken Klosterkirche steht unter Denkmalschutz und wird behutsam von Patrick Diehr renoviert. Im neuen „Klosterschätzchen“ können dann bis zu 80 Gäste bewirtet werden. Zu dem romantischen Fachwerkhof zählen auch weiterhin eine Scheune für bis zu 100 Personen sowie ein Teehäuschen im Klostergarten – beide können ebenfalls für Veranstaltungen genutzt werden.

Die Lokalität bleibt zudem Trauort für das Standesamt in Uetersen. „Das Klosterschätzchen mit seinem Rosengarten, den Rhododendronbüschen und der malerischen Brücke bietet für viele den idealen Rahmen für eine unvergessliche Hochzeitsfeier“, findet Diehr. Einen regulären Restaurantbetrieb wird es nicht geben, dafür Veranstaltungen wie Grünkohl- oder Entenessen.

Kokots mussten das Restaurant Klosterküche zum 1. Januar schließen. „Aufgrund von Personalmangel haben wir uns entschlossen, den Betrieb abzugeben. Voraussichtlich ab März wird das Restaurant mit neuem Konzept wieder eröffnen. Wir danken all unseren Gästen für die schöne Zeit im Kloster und die netten Menschen, die wir kennen lernen durften“, heißt es auf der Homepage des Gastronomen Kokot.

„Meine Frau und ich haben im April eine Tochter bekommen. Meine Frau fiel dadurch im Service aus“, sagt Marcel Kokot, der als Koch die Küche schmiss. Der Angestellte, der für sie kam, kündigte aus privaten Gründen im November. „Ich habe den Dezember mit Aushilfen überbrückt. Aber das ist keine Dauerlösung“, sagt Marcel Kokot. Er schrieb die Stelle aus, fand aber niemanden, der Vollzeit einsteigen wollte. Nun gibt er das Restaurant ab. Kokots verlassen Uetersen und ziehen wieder nach Hannover, in die Nähe ihrer Eltern. Marcel Kokot hat bereits als Küchenchef im Dormero Hotel Hannover angefangen.

Zuvor hatten er und seine Frau Kristina im Juni 2017 das renommierte Restaurant St. Esprit von Christian Wentzkat übernommen. Der musste beruflich kürzer treten, weil sein Knie nicht mehr mitmachen wollte.

Hanne Lange macht Catering von Seestermühe aus weiter

In Raa-Besenbek hat Hanne Lange die „Alte Ziegelei Pavillon“ von Gerd Hoffmeyer gepachtet und in den vergangenen 14 Jahren mit viel Liebe zu einer kulinarisch guten Adresse gemacht – unter anderem auch zu einem Trauort des Amtes Elmshorn Land. „Jetzt kann ich die Pacht nicht mehr zahlen“, sagt sie. Ihr Vertrag läuft am 29. Februar aus. „Es tut mir unheimlich weh, das abzugeben, nachdem ich alles aufgebaut habe.“ Ihren Party- und Cateringservice bietet sie von Seestermühe aus aber weiter.

„Es war eine tolle Zeit mit Frau Lange, aber nach 14 Jahren ist es an der Zeit einen Generationenwechsel herbeizuführen“, sagt Gerd Hoffmeyer.

Patrick Diehr plant nun den Umbau zu einer „allergiefreundlichen“ Eventlocation. Sein Plan ist, bei der gesamten Renovierung auf unbelastete Materialien zu achten. Stilistisch will sich der Unternehmer an skandinavischen Mustern und Farbkonzepten orientieren. „Wir werden hauptsächlich mit Naturmaterialien arbeiten und ausschließlich lösungsmittelfreie Farben, Lacke und Klebstoffe verarbeiten“, so der gelernte Koch. Besonders reizvoll für Sommerevents seien die neue große Terrasse und der neu beleuchtete parkähnliche Garten mit Traustelle am Wasser, so Diehrs. Ab Mai sollen im „Alte Ziegelei Pavillon“ bis zu 80 Gäste Platz finden. Reservierungen sind in beiden Location schon jetzt möglich.