Pinneberg
Halstenbek

Schrottreifer Transporter mit Bauschaum "repariert"

Nach fest kommt ab: Mit Plastiktüten, Papier und Bauschaum hatte der Halter versucht, die durchgerosteten Schweller seines Transporters zu flicken. Wie man sieht, mit wenig Erfolg.

Nach fest kommt ab: Mit Plastiktüten, Papier und Bauschaum hatte der Halter versucht, die durchgerosteten Schweller seines Transporters zu flicken. Wie man sieht, mit wenig Erfolg.

Foto: Polizei Bad Segeberg

Polizei stoppt 43 Jahre alten Hamburger, dessen Van eine rekordverdächtige Menge von Schwachstellen aufwies.

Hamburg/Halstenbek. Ob 34 "teilweise erhebliche Mängel" an einem einzigen Fahrzeug einen Rekord darstellen, ist zwar nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass der 43 Jahre alte Hamburger, den die Polizei am Donnerstag in Halstenbek stoppte, sich einen neuen fahrbaren Untersatz suchen muss.

Schon bei der ersten Sichtkontrolle im Seemoorweg stellten die Beamten "Mängel am Fahrgestell sowie einen erheblichen Ölverlust am Motor" fest, wie die Polizei mitteilt. Der Verdacht, dass es sich dabei nicht zwingend um die einzigen Schwächen des angejahrten Fahrzeugs handeln könnte, bestätigte sich auf der Hebebühne des Sachverständigen.

Papier, Plastiktüten und Bauschaum statt Stahlblech

Die Highlights der 34 entdeckten Schwachstellen: Eine Bremsscheibe war so stark abgenutzt, dass sie kurz davor stand, einfach durchzubrechen. Und die beiden durchgerosteten Schweller des Transporters hatte der Halter in bester Heimwerkermanier "repariert": Der Sachverständige fand eine Mischung aus Papier, Plastiktüten und Bauschaum dort, wo eigentlich Stahlblech hingehört.

Wenig überraschenderweise wurde dem Hamburger die Weiterfahrt mit dem rollenden Schrotthaufen untersagt. Neben den Anschaffungskosten für einen neuen Transporter droht ihm nun ein "empfindliches Bußgeld", so die Polizei.