Pinneberg
Kreis Segeberg

Neuer Orchesterleiter und eine talentierte Cellistin

Cellistin Anna Olivia Amaya Faria unterstützt das Orchester.

Cellistin Anna Olivia Amaya Faria unterstützt das Orchester.

Foto: Manuel Marano

Das Schenefelder Stephansorchester lädt für den zweiten Advent, 8. Dezember, zum großen Weihnachtskonzert in die Stephanskirche.

Schenefeld.  Das Schenefelder Stephansorchester probt seit August unter der Leitung des neuen Dirigenten Martynas Stakionis – auch für das große Weihnachtskonzert, das am 8. Dezember in der Stephanskirche stattfindet.

Erklingen werden eine Ouvertüre, ein Solokonzert und eine Symphonie. Das Konzert beginnt mit der Konzert-Ouvertüre „Die Hebriden“, op. 26 von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Dieses als „Hebriden-Ouvertüre“ bezeichnete Werk bietet einige Herausforderungen. Der Komponist Mendelssohn-Bartholdy wurde 1892 auf einer Reise durch England und Schottland zu dieser Komposition angeregt, als er die winzige Insel Staffa besuchte. In der dritten Fassung, die der Komponist 1833 in Berlin zur Uraufführung brachte, stellen die Bratschen, Celli und Fagotte den Wellengang und den Wind dar.

Als zweites Werk des Abends stehen die sogenannten Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester von Peter Tschaikowsky aus dem Jahre 1876 auf dem Programm. Dieses Werk war einem Freund Tschaikowskys, dem deutschen Cellisten Wilhelm Fitzenhagen, gewidmet, der dieses Werk auch bei der Uraufführung spielte. Zunächst wird in den Variationen ein Rokoko-Thema vorgestellt, das für den Solisten dann von Durchgang zu Durchgang, also von Variation zu Variation, komplizierter und schwieriger wird. Es ist auch heute noch eines der schwersten Stücke der Cello-Literatur. Diese Herausforderung nimmt die junge Cellistin Anna Olivia Amaya Farias (20) aus Hamburg gerne an. Sie hat bereits zahlreiche Preise gewonnen und spielt zurzeit ein Cello aus dem Instrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben, das von dem Instrumentenbauer Enrico Marcetti aus Turin um 1890 geschaffen wurde.

Den Abschluss des Konzertes bildet die Symphonie Nr. 40 (KV 550) von Wolfgang Amadeus Mozart. Die „Große g-Moll“ ist die mittlere der drei großen Sinfonien, die Mozart 1788 fertiggestellt hat. Das Stephansorchester spielt die zweite Fassung, für die Mozart zwei Klarinettenstimmen hinzugefügt hat. Diese Fassung wurde 1791, also im Todesjahr des Komponisten, unter Leitung von Antonio Salieri in Wien uraufgeführt.

Martynas Stakionis, der neue musikalische Leiter des Schenefelder Orchesters, studiert derzeit noch an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, bringt aber bereits einen breiten musikalischen Erfahrungsschatz mit. Er ist in Vilnius geboren, dort aufgewachsen und hat in seiner Heimatstadt 2015 einen Pianistenwettbewerb gewonnen. Martynas Stakionis ist als Chorleiter mit verschiedenen Chören aufgetreten, vor allem in seiner litauischen Heimat, wo der Chorgesang eine besondere Tradition hat, und hat auch als Dirigent bereits mit vielen Orchestern gearbeitet und konzertiert.

Weihnachtskonzert: So 8.12., 18 Uhr, Stephanskirche Schenefeld, Hauptstraße 38. Der Eintritt ist wie immer frei. Das Konzert wird durch den Kreis Pinneberg finanziell unterstützt.