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Kreis Pinneberg

Quickborn beteiligt sich an Norderstedter Hospiz

Mit Scheck: Stadtrat Klaus H. Hensel (l.), Carsten Möller (r.) von der Stiftung für ältere hilfsbedürftige Menschen in Quickborn, Pastor Andreas Hausberg.

Mit Scheck: Stadtrat Klaus H. Hensel (l.), Carsten Möller (r.) von der Stiftung für ältere hilfsbedürftige Menschen in Quickborn, Pastor Andreas Hausberg.

Foto: Burkhard Fuchs

Stiftung für ältere hilfsbedürftige Menschen gibt 20.000 Euro für die geplante Einrichtung an der Stadtgrenze. Neubau kostet 4,6 Millionen Euro.

Quickborn/Norderstedt.  Die Stadt Quickborn beteiligt sich finanziell am Neubau eines Sterbehospizes in Norderstedt. So überreichten jetzt Carsten Möller und Stadtrat Klaus G. Hensel im Namen der Stiftung für Senioren und ältere hilfsbedürftige Personen in der Stadt Quickborn 20.000 Euro an Pastor Andreas Hausberg. Der ist als Geschäftsführer des Albertinen-Hospizes Norderstedt verantwortlich für den 4,6 Millionen Euro Neubau in Friedrichsgabe, der nahe der Stadtgrenze zu Quickborn sein wird.

Die Einrichtung werde 14 Einzelzimmer haben, wo die Gäste, wie Hausberg die sterbenskranken Patienten nennt, in aller Ruhe und Frieden ihre letzten Stunden, Tage und Wochen verbringen können. Sie werden von 22 Pflegekräften auf 17 Vollzeitstellen rund um die Uhr betreut und können sich in einer geborgenen Atmosphäre würdevoll von ihren liebenden Angehörigen verabschieden, erklärt Pastor Hausberg die Zielsetzung dieser Einrichtung, deren Einzugsgebiet von Norderstedt über Quickborn und Henstedt-Ulzburg bis nach Neumünster reicht.

Da die Pflegekassen nur einen Teil der Investitions- und laufenden Kosten trügen, sei das Albertinen-Hospiz auf erhebliche Zuschüsse und Spenden angewiesen, so Hausberg. Das Land Schleswig-Holstein, das die Zahl der Hospizplätze im Land auf etwa 130 nahezu verdoppeln wolle, fördere jeden Platz mit 30.000 Euro. Eine halbe Million Euro an Spenden sei bereits zusammengekommen. Bis Ende des Jahres rechnet Hausberg noch einmal mit derselben Summe. Auch der laufende Betrieb des Hospizes, das im Oktober 2020 in der Norderstedter Lawaetzstraße 1b fertiggestellt sein soll, soll mit 200.000 Euro jährlich zu zehn Prozent aus Spenden getragen werden.

Die Unterstützung der Kommunen und der Bevölkerung sei sehr groß, erklärt Hausberg. So hätten sich bereits 60 Menschen einem Freundeskreis angeschlossen. 26 Freiwillige, die sich ehrenamtlich in dem neuen Haus um sterbende Menschen kümmern wollen, würden auf diese Aufgabe genau vorbereitet und geschult. Mit etwa 140 Bewohnern rechnet der Pastor im Jahr, dessen Albertinen-Stiftung seit zehn Jahren eine ähnliche Einrichtung in Hamburg-Volksdorf betreibt.

Die Quickborner Stiftung für ältere hilfsbedürftige Personen geht auf ein Grundstückserbe aus dem Jahr 1967 zurück. Das Stiftungsvermögen beträgt zurzeit 340.000 Euro. Bisher wurden 45 Projekte gefördert.