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Das ist der neue Chef der Polizeistation Barmstedt

Marcus Petersen (44) ist neuer Leiter der Polizeistation in Barmstedt.

Marcus Petersen (44) ist neuer Leiter der Polizeistation in Barmstedt.

Foto: Arne Kolarczyk

Für den 44 Jahre alten Polizeihauptkommissar ist sein Wohn- jetzt auch sein Arbeitsort. Zwölf Beamte kümmern sich um acht Kommunen.

Barmstedt.  Marcus Petersen ist angekommen. „Ich bin da, wo ich immer hin wollte.“ Seit 15 Jahren wohnt der Polizeihauptkommissar in Barmstedt – und jetzt sorgt er als Stationsleiter der Polizei in seiner Heimatstadt auch für Recht und Ordnung. Er hat damit die Nachfolge von Sascha Schmidt angetreten, der ins Innenministerium nach Kiel gewechselt ist.

Aus Kiel stammt eigentlich auch Petersen. „Ich bin dort geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen“, sagt er. Nach seinem bestandenen Abitur wechselte er auf die Polizeihochschule in Altenholz („Für mich war das ein Heimspiel“), wo er von 1994 an die Ausbildung zum gehobenen Dienst absolvierte. Es folgte 1997 ein kurzes einjähriges Gastspiel auf der Polizeistation in Brunsbüttel, ehe der heute 44-Jährige zum Revier nach Pinneberg kam. „Ich wollte damals unbedingt an den Hamburger Rand wechseln“, erinnert er sich. Zunächst machte Petersen auf der Wache Schichtdienst, dann arbeitete er sich bis zum Leiter des Ermittlungs- und Bezirksdienstes hoch.

Vor vier Jahren wechselte er als Dienstgruppenleiter zum Polizeirevier Elmshorn. Als dann Sascha Schmidt Ende August überraschend seinen Wechsel nach Kiel bekannt gab, übernahm der 44-Jährige zunächst als Interimschef dessen Nachfolge. „Weil die Stelle in Elmshorn und in Barmstedt gleich dotiert sind, konnte ich einfach versetzt werden, sodass eine Ausschreibung entfiel“, erklärt Petersen.

Nun ist sein Wohn- auch sein Arbeitsort. Für den dreifachen Familienvater eine ideale Kombination. „Ich kenne mich hier aus, und viele kennen mich, das erleichtert vieles.“ Auf der an der Reichenstraße ansässigen Polizeiwache, die in einem ehemaligen Pastorat beheimatet ist, arbeiten zwölf Beamte. Von 168 Wochenstunden ist die Station 148 Stunden besetzt, lediglich von Sonntag bis Donnerstag gibt es nachts eine kurze Pause, die von den Kollegen aus Elmshorn ausgefüllt wird.

470 Straftaten gab es 2018 laut der Statistik im Zuständigkeitsbereich der Wache, der sich nicht nur auf Barmstedt erstreckt. Die Beamten kümmern sich auch um Bokholt-Hanredder, Bevern, Ellerhoop, Heede, Bullenkuhlen, Langeln, Groß Offenseth-Aspern sowie Hemdingen. „Wir sind kein Hort der Kriminalität, es geht bei uns eher ruhig und beschaulich zu“, sagt der neue Stationsleiter. Für jede der sieben Gemeinden ist ein Polizist als Pate benannt, der etwa Schulen und Kindergärten besucht und für die Bürger Ansprechpartner ist.

„Das Patensystem hat sich bewährt, daran werde ich nichts ändern“, sagt Petersen. Dennoch wolle er etwas andere Schwerpunkte als sein Vorgänger setzen. „Mir liegt etwa die Schulwegsicherung besonders am Herzen.“ Er versuche daher, gerade morgens zu Schulbeginn alle verfügbaren Kollegen auf Streife zu schicken. Eine Herzensangelegenheit sei für ihn die Bürgernähe. „Mir ist wichtig, immer ansprechbar zu sein.“

Petersen ist auch Ansprechpartner der Stadt, wenn es um die mögliche Umgestaltung der Innenstadt geht – möglich wäre eine Einbahnstraßenregelung oder die Umwandlung in eine Fußgängerzone. „Der Bereich ist aktuell unser Sorgenkind“, sagt der neue Polizeichef, der gern länger in der jetzigen Funktion bleiben möchte. Sein Vorgänger Sascha Schmidt brachte es nur auf zwei, dessen Vorgänger Peter Kroll immerhin auf neun Jahre in der Führungsposition.