Pinneberg
Kultur

Das wird ein klassischer Winter in Pinneberg

Der Pianist Severin von Eckardstein kommt zum Konzert nach Pinneberg.

Der Pianist Severin von Eckardstein kommt zum Konzert nach Pinneberg.

Foto: Irène Zandel

Neues Programm vorgestellt. Auf Einladung des Pinneberger Kulturvereins kommen hochkarätige Musiker zu Konzerten in die Kreisstadt.

Pinneberg.  Seit vielen Jahren bereichert der Pinneberger Kulturverein das musikalische Leben der Stadt durch die Rathauskonzerte. Der Pianist, Dirigent und Produzent Cord Garben hat auch diesmal wieder das Programm zusammengestellt. Aber der Verein hat sich auch etwas Neues vorgenommen: Vereinsmitglied Monika Frömming bietet im Cero Coffee in der Dingstätte 34 einmal monatlich „Gespräche über Bücher“ an. Darin sollen aktuelle Neuerscheinungen diskutiert werden, aber auch interessante Klassiker. Nächster Termin ist Mittwoch, der 16. Oktober (15 Uhr), der Eintritt ist frei.

Zweite Neuigkeit: Im kommenden Jahr laden Pinneberger Künstler des Kreiskulturverbandes in den Konzertpausen zum „Pausengespräch“ über eines ihrer Werke ein. Das kommende Konzert ist am Freitag, 11. Oktober, im Pinneberger Ratssaal: Damit kehren der Cellist David Stromberg und der Pianist Jonathan Aner in die Stadt zurück mit berühmten Cello-Sonaten von Beethoven, Mendelssohn und Debussy – und einem Solostück von Kodaly. Stromberg ist auch für diverse Bearbeitungen bekannt.

Am 15. November ist dann der Pianist Severin von Eckardstein zu Gast. Jüngst wurde er für seine neue Claude-Debussy-CD mit dem französischen Schallplattenpreis „Diaspon d’Or“ ausgezeichnet und hoch gelobt. In Pinneberg spielt von Eckardstein allerdings keine Kompositionen des französischen Impressionisten, sondern Werke von Schumann, Chopin, Liszt, Wagner und Brahms. Cord Garben, der den Künstler bereits zum dritten Mal einlädt, freut sich insbesondere auf dessen Wagner-Transkriptionen.

Das traditionelle Neujahrskonzert findet natürlich auch im kommenden Jahr statt – am Sonntag, 5. Januar, im Hotel Cap Polonio – mit Cord Garben als Dirigent, der das Konzert zudem unterhaltsam moderieren wird. Ein weiteres Konzert liegt ihm sehr am Herzen. Es ist ein anspruchsvoller Themenabend mit dem Titel „Die Variation“.

Was die drei wundervollen Komponisten Ludwig van Beethoven, Carl Maria von Weber und Johannes Brahms an Variationen ausprobiert und komponiert haben, wird am 24. Januar zu Gehör gebracht. Darunter „Die Zauberflöte“, Beethovens „Eroica“ und Brahms „Paganini-Variationen“. Eine solche Variation, schreibt Cord Garben im Programmheft, entstand aus den „Manieren“ und Koloraturen der Sänger und entwickelte sich mit der Instrumentalmusik als selbstständige Gattung. „Fräulein Klarinette“ kommt dann am 21. Februar zum Zuge, wenn der Klarinettist Nicolai Pfeffer gemeinsam mit Terhi Dostal am Klavier späte Werke von Brahms spielt. Pfeffer spielt bei den Besten der Zunft, debütierte 2018 an der Mailänder Scala, spielt als Solist bei der Bremer Kammerphilharmonie, den Bamberger Sinfonikern und anderen. Die Pianistin Terhi Dostal hat sich auch als Brahms-Spezialistin einen Namen gemacht.

Als letztes Juwel der Kulturvereins-Konzerte im Ratssaal geben die Sopranistin Miriam Sharoni und der Tenor Hendrik Lücke am 20. März einen Liederabend in Erinnerung an die legendäre Operndiva Maria Callas.

Konzerte: Fr 11.10.: Stromberg/Aner; Fr 15.11.: Klavierabend von Eckardstein; So 5.1.: Neujahrskonzert, 11 bzw. 19 Uhr Hotel Cap Polonio; Fr 24.1.: Themenabend Variation; Fr 21.2.: Nicolai Pfeffer/Terhi Dostal; Fr 20.3.: Maria-Callas-Abend. Alle Konzerte (außer dem Neujahrskonzert) finden im Ratssaal statt. Beginn: 20 Uhr. Karten kosten 18 Euro, Neujahrskonzert: 28 oder 36 Euro. Zu erwerben im Bücherwurm.