Pinneberg
Preisverleihung

SPD ehrt Friedensaktivistin Irmgard Jasker aus Wedel

Irmgard Jasker aus Wedel ist das Gesicht der Friedensbewegung im Kreis Pinneberg.

Irmgard Jasker aus Wedel ist das Gesicht der Friedensbewegung im Kreis Pinneberg.

Foto: Alexander Landsberg

Pensionierte Schulleiterin aus Wedel wird am 15. September mit dem Walter-Damm-Preis im Appener Bürgerhaus ausgezeichnet.

Wedel/Appen.  Wiederbewaffnung, Nachrüstung, NATO-Doppelbeschluss, Waffenexporte: Sie hat schon gegen vieles protestiert, und es gibt diese eine Klammer in ihrem Leben, die das alles zusammenfasst: Frieden. Dafür streitet sie, dafür kämpft sie, dafür demonstriert sie leidenschaftlich, und das schon seit Jahrzehnten: Irmgard Jasker (75) aus Wedel, weit über die Stadt hinaus bekanntes Gesicht der Friedensbewegung. Am kommenden Sonnabend wird sie mit dem Walter-Damm-Preis der Kreis-SPD ausgezeichnet.

Legendär ist Jaskers Ostermarsch. Die Wedelerin hielt an der Tradition auch fest, als nirgendwo sonst im Land noch Menschen auf die Straße gingen, um ihre Stimme für Frieden zu erheben. Und sie macht es immer noch. Mit dabei: ihr Ehemann Wolfram, ihr Nachbar und guter Freund Günther Wilke, kürzlich verstorben, und dessen Frau Marianne.

Irmgard Jasker hat sich auch für Geflüchtete eingesetzt

Thomas Hölck, SPD-Kreisvorsitzender, sagt: „Ostermärsche, Hiroshima-Mahnwachen, das Flüchtlingscafé, die Antikriegstage, Obdachlosen-Weihnachtsfeiern – ein Name ist in Wedel untrennbar mit allen diesen Aktivitäten verbunden: Irmgard Jasker. Seit mehr als 40 Jahren ist sie das Gesicht der Friedenswerkstatt Wedel.“

Die pensionierte Schulleiterin setze sich unermüdlich ein für Frieden, gegen Atomwaffen und Krieg. Und vor allem kämpfe sie unerschrocken gegen rechte Strömungen und gegen Ausländerfeindlichkeit.

In der jüngsten Zeit hat sich Irmgard Jasker auch verstärkt für Geflüchtete eingesetzt, sieht das als eine der momentan zentralen Aufgaben der Friedensbewegung. Im Abendblatt-Gespräch hat sie einmal gesagt: „Diese Menschen sind ja nicht freiwillig und zum Spaß hier.“ Es gehe aber auch darum, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Daraus resultiert die Forderung, Waffenexporte zu stoppen.

Preisverleihung ist am 15. September um 11 Uhr

Die Preisverleihung ist für Sonntag, 15. September, um 11 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Feierstunde im Appener Bürgerhaus (Hauptstraße 79) vorgesehen. Die Laudatio wird Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) halten.

Der Walter-Damm-Preis, den die Kreis-Pinneberger SPD auslobt, wird schon zum 23. Mal vergeben. Die Auszeichnung ist mit 1500 Euro dotiert. Mit dem Preis würdigt die SPD Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, die täglich Zeichen setzen von Menschlichkeit und Nächstenliebe. Thomas Hölck: „Diese Freiwilligen sind die Stützen unserer Gesellschaft.“ Der Preis ist nach Walter Damm benannt, dem ersten frei gewählten Landrat des Kreises Pinneberg nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit dem Preis werden Menschen, Initiativen, Vereine und Verbände anerkannt und geehrt, die in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit Beiträge zum sozialen Ausgleich, zur gesellschaftlichen Toleranz und Integration leisten.