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Kreis Pinneberg

Uetersener SPD will den Bleeker-Park verschönern

Die SPD-Politiker Anne-Christin Speichert (v. l.), Erhard Vogt und Ingo Struve am Grabstein des Bürgermeisters Ernst-Heinrich Meßtorff von 1870.

Die SPD-Politiker Anne-Christin Speichert (v. l.), Erhard Vogt und Ingo Struve am Grabstein des Bürgermeisters Ernst-Heinrich Meßtorff von 1870.

Foto: Burkhard Fuchs

Grabsteine auf Uetersens 150 Jahre altem Friedhof sollen geschützt und aufgerichtet werden, fordern Sozialdemokraten.

Uetersen.  Der Cäcilie-Bleeker-Park soll bis zum 150-jährigen Bestehen der Stadt Uetersen im nächsten Jahr endlich seinen Namen verdienen, fordert die SPD. Wie es die Stadt 1992 vertraglich zusicherte, als sie den bis 1965 genutzten alten Friedhof von der Klosterkirchengemeinde für 96.000 Mark kaufte, wollen die Sozialdemokraten ihn jetzt zu einem Natur- und Kulturdenkmal umgestalten, in dem sich die Bürger gern aufhalten. Dazu sollen die 66 umgefallenen Grabsteine wieder aufgerichtet und die der Ehrenbürger eingefriedet werden.

Auf der Sitzung des Sozial- und Umweltausschusses am Donnerstag, 5. September, wird die SPD deshalb beantragen, die bereits im Haushalt eingestellten 50.000 Euro dafür zu verwenden. „Die Eingänge zum Park sind dunkel und nicht einladend“, begründet Vizefraktionschefin Anne-Christin Speichert diese Initiative. „Wir wollen erreichen, dass sich die Uetersener Bürger wieder gern im Cäcilie-Bleeker-Park aufhalten mögen. Das ist zurzeit nicht der Fall.“ Dazu soll auch die Hainbuchenhecke um den Park wieder geschlossen werden.

Neben der Umgestaltung der Eingänge sollen vor allem die noch vorhandenen „wertvollen Grabsteine“ von Ernst-Heinrich Meßtorff (1822–1916), dem ersten Bürgermeister Uetersen von 1870, dem Schulnamensgeber Ludwig Meyn (1828–1878) und der von Cäcilie Bleeker (1798–1888) geschützt werden, erklärt Erhard Vogt. So war die Begründerin des Bleeker-Stiftes, aus dem das spätere Uetersener Krankenhaus entstand, sogar die erste Ehrenbürgerin in ganz Schleswig-Holstein.

Mit einer Buchsbaumhecke sollen diese Grabsteine eingefriedet und als solche wieder erkannt werden, fordert Fraktionschef Ingo Struve. Alle anderen Grabsteine, die oft lieblos auf dem Boden herumliegen, sollen nebeneinander aufgerichtet werden, so ähnlich wie dies in Wyk-Boldixum auf der Insel Föhr der Fall sei. Zugleich will die SPD den Vertrag mit der Landschaftsarchitektin Katja Pawlak aus Schwerin kündigen. „Ihren Vorschlag, den alten Friedhof so, wie er 1910 war, wiederherzustellen, haben wir ohnehin schon mehrheitlich abgelehnt“, erklärt Vogt. Das sei einerseits zu teuer, und ihre Idee, wieder Eiben zu pflanzen, die giftig seien, widerspreche auch der Nutzungsmöglichkeit des Parks für alle Bürger, ergänzt Speichert.

Die Grünen wollen ebenfalls den Bleeker-Park umgestalten. Dies sollen aber die Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums machen, indem sie den Park als „grünes Klassenzimmer“ nutzen, fordert Sylvia Jacobi für den Umweltausschuss. Dafür solle die Stadt die 50.000 Euro aus dem Haushalt der Schule übertragen. Die Sitzung beginnt am Donnerstag, 5. September, um 19 Uhr im Rathaus.