Pinneberg
Kreis Pinneberg

Unwetter im Kreis entwurzelt Bäume und flutet Keller

In Elmshorn entwurzelte das Unwetter einige Bäume. Im Ortsteil Kölln-Reisiek räumten Feuerwehr und Landwirte gemeinsam die Straße frei.

In Elmshorn entwurzelte das Unwetter einige Bäume. Im Ortsteil Kölln-Reisiek räumten Feuerwehr und Landwirte gemeinsam die Straße frei.

Foto: Michael Bunk

Mit heftigen Böen und ergiebigem Regen zog am Dienstagabend eine Gewitterfront über den Kreis. Feuerwehren waren drei Stunden im Dauereinsatz.

Kreis Pinneberg. Das kurze, aber heftige Unwetter am Dienstagabend hat mit ergiebigem Starkregen die Feuerwehren des Kreises Pinneberg beschäftigt. In Rellingen, Halstenbek und dem Elmshorner Stadtteil Kölln-Reisiek mussten zwischen 17 und 21 Uhr etliche Keller und Einfahrten leergepumpt werden, auch umgeknickte Bäume wurden aus dem Weg geräumt. Personen wurden nicht verletzt.

In Rellingen wurde die Feuerwehr noch vor dem Unwetter von einer Anwohnerin der Tangstedter Straße alarmiert. Durch einen Böe war auf einem Privatgrundstück ein etwa 30 cm dicker Ast einer Weide in sechs Metern Höhe angebrochen und hatte sich an einem anderen Ast aufgehängt. Da er drohte, auf die Straße zu fallen, wurde der Rettungskorb der Pinneberger Feuerwehr angefordert. Zuvor musste noch ein Auto beiseite geschafft werden.

Mit Hilfe der Drehleiter und einer Kettensäge konnte der Ast schließlich eineinhalb Stunden nach der Alarmierung abgesägt und aus dem Gefahrenbereich geschafft werden.

Besonders heftig wurde danach der östliche Bereich der Gemeinde Halstenbek erwischt. Die Regenfront verursachte diverse Einsatzstellen fast zur gleichen Zeit. Wie die Feuerwehr mitteilte, mussten sechs Fahrzeuge und 29 Mann bis 21 Uhr etliche Keller und überflutete Hofeinfahrten vom Wasser befreien. Auch der Parkplatz und Eingangsbereich eines großen Möbelhauses stand teilweise unter Wasser.

Zudem forderte die Feuerwehr Rellingen-Egenbüttel eine weitere Drehleiter zur Unterstützung bei einem Windschaden an. Dieses mal half die Halstenbek Wehr und entfernte Äste aus einer großen Eiche.

Etwas stärker wütete das Unwetter bei Elmshorn, im Ortsteil Kölln-Reisiek. Eine Sturmböe entwurzelte östlich der Autobahn 23 mehrere Bäume. Zwei davon waren quer über Straßen gekippt und hatten beim Umfallen ein Einfamilienhaus touchiert. Die um 19 Uhr gerufene Feuerwehr zersägte das Fallgut mit zwei Motorkettensägen, bis ein Landwirt das Holz mit einem Radlader bei Seite schaffen konnte.

Noch während dieses Einsatzes wurde an der Köllner Chaussee ein in etwa acht Metern Höhe hängender loser Ast gemeldet, der auf die Fahrbahn zu fallen drohte. Zum Bergen des Astes wurde der Teleskopmast der Feuerwehr Elmshorn angefordert. Kurz nach 21 Uhr kehrte auch im Nordwesten des Kreises wieder Ruhe ein.