Pinneberg
Kreis Pinneberg

Das Wirtschaftsleben aus weiblicher Sicht

Netzwerk-Gründerinnen Shari Albrecht (v. l.), Sandra Engel-Dälken und Anna Graf.

Netzwerk-Gründerinnen Shari Albrecht (v. l.), Sandra Engel-Dälken und Anna Graf.

Foto: Burkhard Fuchs

Zwei Dutzend Unternehmerinnen aus Quickborn und Umgebung haben als „Business-Women“ ein Netzwerk gegründet, das andere Frauen inspirieren soll.

Quickborn/Hasloh.  Gemeinsam wirtschaftet es sich besser, haben sich jetzt rund zwei Dutzend Unternehmerinnen aus Quickborn und Umgebung gesagt und das Netzwerk „Business Women Region Quickborn“ gegründet.

Für Freitag, 30. August, laden die „Business Women“ erstmals öffentlich zu einer Abendveranstaltung in das Palmencafé nach Hasloh ein. Dort erwartet die Gäste, die ausnahmsweise auch männlich sein dürfen, ein Programm mit Modenschau, Musik, Speisen und Infos von den Netzwerkerinnen.

„Wir wollen hier ein Forum schaffen für Unternehmerinnen aus der Region, um Erfahrungen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und Mut zu machen, sich selbstständig zu machen“, erklärt Initiatorin Anna Graf. „Wir wollen zeigen, dass Frauenpower und kreatives Unternehmertum aus weiblicher Sicht vor Ideen nur so sprühen kann.“

Vor einem halben Jahr gegründet, hätten sich bereits 26 Frauen diesem Business-Netzwerk angeschlossen, erklärt Mitbegründerin Sandra Engel-Dälken. Die Branchen, die sie vertreten, seien vielfältig. Sie selbst ist Marketingberaterin. Shari Albrecht betreibt ein Café mit Cateringbetrieb in Hasloh und arbeitet freiberuflich als Schauspielerin und Synchronsprecherin. Zudem gehörten ihrem Zirkel Kosmetikerinnen, Fitnessstudio-Betreiberinnen, Floristinnen, Buchhändlerinnen, Optikerinnen, Dekorateurinnen , Yogalehrerinnen und andere Geschäftsinhaberinnen an.

Ein solches Frauen-Netzwerk fehlte im Wirtschaftsleben des Kreises Pinneberg bislang, sagt Engel-Dälken. Einige ihrer Unternehmerinnen, die sie spontan ansprachen und Ähnliches aus Hamburg kannten, hätten gesagt: „Endlich! Gut, dass es sowas jetzt auch hier gibt.“

Geplant sind monatliche Treffen, bei denen Mitglieder in Impulsvorträgen über ihre Konzepte und die Zielgruppen ihres Geschäfts berichten. Die Vereinigung solle aber ein loses Bündnis bleiben, ohne dass es durch bürokratische Vereinsstrukturen und Mitgliedsbeiträge zu formal und unbeweglich werde. Der Kontakt zu Politik und Verwaltung werde nicht ausgeschlossen, soll aber eher in späteren Schritten gesucht werden. „Das finden die meisten Unternehmerinnen auch eher langweilig“, hat Shari Albrecht festgestellt.

Vielmehr gehe es darum, aufzuzeigen, welche Bandbreite es schon heute an erfolgreichen Geschäftsideen im Quickborner Raum gebe, die zum Teil Kunden in aller Welt mit ihren kreativen Ideen und Artikeln ansprächen. „Wir wollen weitere Frauen inspirieren mitzumachen und sie davon überzeugen, dass es Sinn ergibt, sich mit einem solchen Netzwerk zusammenzuschließen“, erläutert Anna Graf. Gerne dürften sich auch andere Unternehmerinnen aus dem gesamten Kreis Pinneberg ihren „Business-Women“ anschließen.