Pinneberg
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Wo die Popsänger von morgen ihr Handwerk lernen

Die neuen Lehrerinnen Amelie Schultz-Giese (l.) und Adeline Block mit Alireza Zare.

Die neuen Lehrerinnen Amelie Schultz-Giese (l.) und Adeline Block mit Alireza Zare.

Foto: Henrik Wendel

Die Pinneberger Musikschule heuert neue Lehrkräfte an, erweitert das Kursprogramm und bietet als neues Fach auch Unterricht im Popgesang an.

Pinneberg..  Die Musikschule der Stadt Pinneberg geht mit der Zeit und erweitert ihr Angebot. Ab jetzt gibt es auch Gesangsunterricht in der Popmusik. Das aufgestockte Angebot soll als wichtiger Punkt im Programm neue Anreize schaffen und Schülern neue Perspektiven bieten, das „Instrument Stimme“ kennen zu lernen. Die neuen Fachkräfte Adeline Block und Amelie Schultz-Giese werden künftig Kinder und Jugendliche in verschiedenen Kursen an die Musik heranführen und haben sich dafür klare Ziele gesetzt.

Adeline Block wird dabei für das neue Unterrichtsfach – den Popgesang – zuständig sein. Sie will das Fach etablieren und nach vorne bringen. „Die Popmusik ist durch ihre Vielfalt besonders gut, um einen Weitblick dafür zu schaffen, was mit der eigenen Stimme alles möglich ist. Ich möchte vor allem versuchen, im Einzelunterricht jeden Schüler individuell zu fördern und ihm ein Gefühl für seine einzigartige Stimme zu vermitteln“, äußert sie sich voller Vorfreude zu ihrer neuen Arbeit. Das solle Jugendlichen auch menschlich bei der Persönlichkeitsentwicklung helfen, indem sie ein besseres Gefühl für sich selbst bekommen.

Adeline Block, 24 Jahre alt, studiert neben ihrer neuen Tätigkeit mit dem Schwerpunkt Popgesang in Lübeck, gibt dort auch bereits seit einiger Zeit an der Lübecker „Musikschule der Gemeinnützigen“ Unterricht. Das liege ihr besonders am Herzen, denn es ist die Schule, an der sie ihre eigene Ausbildung begann, und somit von der Schülerin zur Lehrerin wurde.

Auch Amelie Schultz-Giese hat ambitionierte Ziele für ihre neue Aufgabe. Die Tanz- und Musikpädagogin möchte in ihren Gruppen mit Kindern im Alter von zwei bis drei Jahren die musikalische Früherziehung intensivieren. Das passiert zusammen mit den Eltern in der Musikschule, aber auch bei wöchentlichen Besuchen in Kindergärten. „Im Vordergrund stehen Musik, Bewegung und Spiel, wodurch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden und eine Verbindung von Stimme und Körper geschaffen werden soll“, sagt Schultz-Giese. Besonders wichtig sei der 27 Jahre alten Komponistin dabei, ihre eigenen, positiven Erfahrungen weiterzugeben und auch anderen Kindern frühe musikalische Förderung bieten zu können, um sie so schon im jungen Alter für die Musik zu begeistern. Neben dem Popgesangsunterricht und den beiden personellen Verstärkungen gibt es auch noch andere Neuerungen in der Musikschule. So wird zum Beispiel am Sonnabend, 16. November, der erste interne Klavierwettbewerb der Schule ausgetragen. Schüler können sich anmelden, um einstudierte Stücke vorzutragen und von einer Jury bewerten zu lassen. Die Gewinner erhalten ein Stipendium für weitere Unterrichtsstunden an der Schule. Das Ziel des Wettbewerbs sei es aber nicht, die Schüler zu vergleichen, sondern Motivationsanreize zu schaffen und Zielstrebigkeit zu fördern.

Doch nicht nur Neues wird hinzu gefügt, Schulleiter Alireza Zare lässt auch alte Traditionen wieder aufleben. So wird zum Beispiel das Silvesterkonzert am Dienstag, 31. Dezember, ausgerichtet. Das beliebte Konzert konnte in den beiden zurückliegenden Jahren nicht auf die Bühne gebracht werden, ist jetzt aber wieder zurück im Rathaussitzungssaal.

Die Musikschule hat viele weitere Veranstaltungen für das zweite Halbjahr 2019 geplant. Genaueres dazu sowie Informationen zu den angebotenen Kursen gibt es im neuen, gemeinsamen Programmheft der Volkshochschule und der Musikschule Pinneberg. Auch im Internet gibt es viele Informationen unter: www.musikschule-pinneberg.de, Kontakt unter kontakt@musikschule-pinneberg.de oder Tel. 04101/211 571