Pinneberg
Elmshorn

Baugenossenschaft investiert über 52 Millionen Euro

Elmshorner Bürgermeister Volker Hatje (M.) stellt gemeinsam mit Uwe Wirries (l.), Vorstandsvorsitzenden der Adlershorst, und Hendrik Pieper, Mitglied des Vorstands, die Sanierungspläne des CCE vor.

Elmshorner Bürgermeister Volker Hatje (M.) stellt gemeinsam mit Uwe Wirries (l.), Vorstandsvorsitzenden der Adlershorst, und Hendrik Pieper, Mitglied des Vorstands, die Sanierungspläne des CCE vor.

Foto: Hannah Turlach

Unter dem Motto „Fit for Future“ plant die Baugenossenschaft Adlershorst eine energetische Sanierungen in Elmshorn. Die Details.

Elmshorn..  Die Adlershorst Baugenossenschaft nimmt 52 Millionen Euro in die Hand, um in den Elmshorner Wohnungsbestand zu investieren. Anfang 2020 beginnt mit der Sanierung des City Center Elmshorn (CCE) eine der umfassendsten Maßnahmen der Baugenossenschaft mit Sitz in Norderstedt. Die Wohnungen des 1977 erbauten CCE „im Charme der 70er-Jahre“, wie Bürgermeister Volker Hatje das Objekt beschreibt, erhielten bei den geplanten Arbeiten eine gedämmte und neue gestaltete Fassade aus nicht brennbaren Mineralfasern sowie neue Balkone. Außerdem würden die Bäder und Küchen vollständig erneuert werden, die Installation neuer Einbauküchen sei auch geplant.

Zwei Sanierungen haben bereits begonnen

„Mit dem Bau eines Wärmedämmverbundsystems geht eine deutliche Reduktion der Heizkosten einher“, betont Uwe Wirries, Vorstandsvorsitzender der Adlershorst. Dieser Punkt sei von größter Bedeutung, da „wir in irgendeiner Weise in den kommenden Jahren mit einer CO2-Steuer konfrontiert werden“. Zwei Jahre sollen die Sanierungen dauern und einen Investitionsumfang von circa 12,6 Millionen Euro haben. Wohnungen mit Größen von 50 bis 75 Quadratmeter seien geplant. Die Mieter seien bereits zu einem Informationsabend eingeladen worden, der voraussichtlich am 24. Oktober stattfinden wird.

Auch die zwei weiteren Projekte der Adlershorst Baugenossenschaft in Elmshorn stünden unter der Rubrik „energieeffiziente Sanierungen“, so Hendrik Pieper, Mitglied des Vorstandes. In Uhlenhorst laufen Sanierungen bereits seit 2016. Das energetisch nicht mehr zeitgemäße Gebäude musste abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Bis zum zweiten Quartel 2020 sollen die 176 Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von etwa 32,2 Millionen Euro fertiggestellt werden. Circa 40 Prozent davon werden öffentlich gefördert, so Wirries.

Ab 2020 sollen dann auch Am Friedhof 15–17 und in der Kolberger Straße 1–5 40 neue Wohnungen geschaffen werden. Wie in den anderen Objekten auch, werden nicht alle Wohnungen komplett öffentlich gefördert.

Geförderte Wohnung kosten etwa 360 Euro warm

Das Ziel sei jedoch immer einen Anteil von mindestens 30 Prozent zu übertreffen, erklärt Wirries. „Ich habe ja den Wunsch geäußert, einen Anteil von 50 Prozent an Sozialwohnungen zu errichten“, sagt Bürgermeister Volker Hatje. Er lasse nicht locker, wolle ständig mehr, quittiert Wirries lachend den Kommentar des Bürgermeisters.

Mit einem Investitionsvolumen von etwa acht Millionen Euro werden die zwei Häuser am Friedhof abgerissen und durch zeitgemäße Wohnungen ersetzt. Aufgrund des Alters der Häuser sei eine Sanierung wirtschaftlich nicht machbar. Ziel sei es, einen Quartiercharakter zu schaffen.

Baugenossenschaft am Nordufer interessiert

„Bei den Mietpreisen orientieren wir uns am Markt“, erklärt Wirries. Ein deutlich zweistelliger Bereich sei allerdings bei Neubauten in guter Lage unumgänglich, mit zwölf Euro pro Quadratmeter sei zu rechnen. Bei den Sozialwohnungen würden circa sechs Euro pro Quadratmeter zu bezahlen sein. „Bei einem Einpersonenhaushalt in einer 50 Quadratmeter Wohnung belaufe sich damit die Warmmiete auf ungefähr 360 Euro“, so Uwe Wirries.

Des Weiteren sei die Adlershorst Baugenossenschaft am Nordufer interessiert, verrät Wirries. Genaue Pläne könnten allerdings nicht verkündet werden. Derzeit laufe nämlich noch das Ausschreibungsverfahren. Mehr als 20 Interessenten hätten sich beworben.

Adlershorst gestaltet seit den 50er- Jahren das Stadtbild Elmshorns mit. Die Genossenschaft hat 5326 Wohnungen, davon 1532 in Elmshorn. Damit ist Elmshorn neben Norderstedt einer der wichtigsten Standorte der Baugenossenschaft.