Pinneberg
NDR-Sommertour

Stadtwette abgesagt – Elmshorn feiert trotzdem

Grauer Himmel, nasse Bühne: Das Wetter machte den Veranstaltern bei der NDR-Sommertour einen Strich durch die Rechnung.

Grauer Himmel, nasse Bühne: Das Wetter machte den Veranstaltern bei der NDR-Sommertour einen Strich durch die Rechnung.

Foto: yosua pandelaki / NDR

Ein Unwetter störte die NDR-Sommertour im Kreis Pinneberg. Dennoch kamen 8000 Besucher zum Konzert der Band Glasperlenspiel.

Elmshorn..  Es ist kurz nach 19 Uhr, als die schlechte Nachricht kommt: Die Stadtwette ist aus Sicherheitsgründen abgesagt. Beim Halt der NDR-Sommertour in Elmshorn am Sonnabend machte das Wetter den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Bei Gewitter, Regen und Wind war das Risiko für die Stadtwette einfach zu groß: Mit Stand-Up-Paddling-Boards sollten die Bürger von Elmshorn die Buchstaben des Schriftzugs „15 Jahre NDR Sommertour in Schleswig-Holstein“ über die Krückau transportieren. Es war das erste Mal in der Geschichte der NDR-Sommertour, dass die Stadtwette ausfallen musste.

Den ganzen Tag über hatten die Veranstalter bereits mit bangem Blick das Wetter verfolgt. Für den Nachmittag hatten sich Unwetter angekündigt. Dunkle Wolken zogen wie eine Wand über Elmshorn auf. Es regnete, Sturmböen zogen über die Stadt. Gegen Abend wurde das Wetter langsam besser. Und die Elmshorner ließen sich von dem Regen ohnehin nicht abschrecken. Mit Regencapes und Schirmen strömten laut NDR-Angaben mehr als 8000 Besucher auf das Gelände am Südufer, um bei der Sommertour dabei zu sein.

„Wir hätten auf jeden Fall gewonnen“

Laut Plan sollte die Stadtwette um 19.30 Uhr starten. Gegen 19 Uhr begannen die Zuschauer sich Plätze an der Absperrung zur Krückau zu sichern, um möglichst nah dran zu sein, beim Transport der Buchstaben über den Fluss. Die Absage der Wette wenig später versetzte der Vorfreude einen gehörigen Dämpfer. Das Team um Bürgermeister Volker Hatje kam dennoch zum Einsatz: Die Buchstaben wurden, angefeuert vom Publikum, an die vorgesehene Stellwand gehängt. „Das war schwieriger als erwartet. Vielleicht weil wir mit zu vielen Leuten da oben waren“, sagte Volker Hatje später lachend.

Elmshorns Bürgermeister bedauerte, dass sein Team nicht die Gelegenheit bekommen hatte, die Wette richtig zu gewinnen. „Denn natürlich hätten wir gewonnen“, stellte Hatje klar. Der NDR habe lange gewartet und sich sehr schwer mit der Entscheidung getan, aber „das Risiko war einfach zu groß“, zeigte sich Hatje verständnisvoll. Der Bürgermeister geht davon aus, dass Elmshorn trotzdem beim Finale im Hansapark dabei sein wird – „immerhin haben wir ja nicht verloren“.

Auch die Hüpfburg wurde nicht aufgebaut

Die Stadtwette war nicht das einzige, auf das die Elmshorner verzichten mussten. Auch die große Feuerwehr-Hüpfburg wurde nicht aufgestellt. Elmshorns Wehrführerin Britta Stender hatte ebenfalls die Wetterentwicklung beobachtet. „Wir haben bereits am Vormittag beschlossen, die Hüpfburg gar nicht erst bringen zu lassen. Bei diesem Wetter wäre das zu unsicher gewesen. Außerdem konnten wir nicht so viele Leute dafür abstellen, da wir mit Unwetter-Einsätzen rechnen mussten“, erklärt Britta Stender. So schlimm wie erwartet, seien die Unwetter-Einsätze nicht gewesen, aber immerhin fünf Mal musste die Elmshorner Feuerwehr zu wetterbedingten Einsätzen raus. In der Innenstadt waren mehrere Bäume umgestürzt, einer davon auf ein Auto.

Auch ohne Hüpfburg und ohne Stadtwette ließen sich die Besucher die Laune nicht verderben. Die NDR-Moderatoren Verena Püschel und Horst Hoof unterhielten das Publikum mit vielen Ratespielen und Preisen, Horst Hoof machte mit seinen Bandkollegen Dennis Brandau und Jan Röschmann selbst Musik und die Band „Big Party Project“ sorgte mit einem Extra-Set für Stimmung. Und dann stand am späteren Abend ja noch das große Highlight an: Der Auftritt der Band Glasperlenspiel. Gegen 21.45 Uhr traten Daniel Grunenberg und Carolin Niemczyk mit etwas Verspätung auf die Bühne und endlich konnte das Konzert losgehen. Rechtzeitig für den Höhepunkt des Abends hörte es dann auch auf zu regnen und das Wetter spielte wieder mit.