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Kreis Pinneberg

Stadt Schenefeld will Dauer-Leerstand beenden

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof im leerstehenden Sportrestaurant Achter de Weiden.

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof im leerstehenden Sportrestaurant Achter de Weiden.

Foto: Arne Kolarczyk / HA

Stadt sucht neuen einen Pächter für das seit 2016 leerstehende Sportrestaurant Achter de Weiden und den Festsaal. Nutzungsrechte vorbehalten.

Schenefeld.  Mehr als drei Jahre Leerstand sind genug. Die Stadt Schenefeld versucht jetzt, einen neuen Nutzer für eine Problem-Immobilie zu finden. Sie hat die Verpachtung des ehemaligen Sportrestaurants Achter de Weiden ausgeschrieben. Zum Paket gehören der Gastronomiebereich inklusive der Clubräume, Biergarten, Kegelbahn und der angeschlossene Festsaal – insgesamt eine Fläche von 1200 Quadratmetern.

Das Problem: der Zustand. „Es muss sehr viel gemacht werden“, sagt Stadtkämmerer Norbert Esmann. In der Ausschreibung ist von einem „renovierungsbedürftigen Zustand“ der Räumlichkeiten die Rede. So ist der Festsaal nach einem Wasserschaden ohne Bodenbelag, Gastronomie und Kegelbahn sind alles andere als zeitgemäß.

Das Restaurant ist seit Januar 2016 verwaist, der Festsaal nach dem Bruch eines Abwasserrohres seit Mai 2016. Die Idee, den gesamten Bereich im Untergeschoss der Sporthalle dem Verein Blau-Weiß 96 zu überlassen, war Anfang des Vorjahres verworfen worden. Auch eine Angliederung an das Schulzentrum wurde diskutiert, aber ebenfalls nicht weiter verfolgt. Nun soll es ein neuer Gastronom richten. „Wir hoffen auf innovative Konzepte“, sagt Esmann.

Er verweist auf das Schul- und Sportzentrum, die Veranstaltungsstätte Forum, das umliegende Wohngebiet und die Nähe zum Stadtkern. „Es ist keine einfache Lage, aber da ist Leben vorhanden.“ Die Stadt werde sich insbesondere an der Herrichtung des Festsaals finanziell beteiligen, strebe dazu eine gemeinsame Projektplanung mit dem neuen Pächter an. Auch die Höhe der Pacht sei in gewissem Maß verhandelbar.

Nicht verhandelbar sei, dass sich die Stadt für den Festsaal Nutzungsrechte vorbehalte. „Ansonsten ist im Prinzip vieles möglich“, so der Kämmerer weiter. Es gebe „ein bis zwei Interessenbekundungen“, so Esmann weiter. Wann eine Wiedereröffnung erfolgen könne, sei ein Blick in die Glaskugel. „Eventuell mit Beginn des neuen Jahres, auch wenn das sehr ambitioniert ist.“

Die Stadt hat ein Eckpunktepapier erstellt, in dem Infos zu dem Pachtobjekt sowie zur möglichen Vertragsgestaltung enthalten sind. Es kann bei Esmann unter 040/83 03 71 20 angefordert werden. Das Nutzungs- und Finanzierungskonzept muss bis 30. Juni vorliegen.