Kreis Pinneberg

Die Schule mit den besten Aussichten in Quickborn

Schulleiter Florian Wüstenberg (m.) mit Stadtrat Klaus H. Hensel (l.) und Bürgermeister Thomas Köppl auf der neuen Dachterrasse.

Schulleiter Florian Wüstenberg (m.) mit Stadtrat Klaus H. Hensel (l.) und Bürgermeister Thomas Köppl auf der neuen Dachterrasse.

Foto: Burkhard Fuchs

Die private Gemeinschaftsschule Quickborn weiht Dachterrasse im Neubau ein. 15 Millionen Euro wurden investiert.

Quickborn. Mit Musik, Grillwurst und historischer Einordnung in die Stadtgeschichte wurde die neue Dachterrasse der privaten Gemeinschaftsschule Campus Region in Quickborn eingeweiht. Oberhalb des vierten Stockwerks haben Schüler nun die Möglichkeit, knapp 20 Meter über dem Erdboden die Aussicht über die Quickborner Innenstadt zu genießen. „Wir nutzen die neue Dachterrasse als Pausenraum, für den Unterricht und für Projekte“, sagt Florian Wüstenberg als Leiter der Privatschule. 180 Schüler von der ersten bis zur elften Klasse werden an der Feldbehnstraße zurzeit unterrichtet.

15 Millionen Euro wurden in das neue Gebäude investiert

15 Millionen Euro investierte die Privatschule in das neue Gebäude, das im vorigen Jahr errichtet wurde. Es befindet sich auf einem geschichtsträchtigen Gelände der Stadt, wie Irene Lühdorff von der Geschichtswerkstatt erläuterte. So wurde an dieser Stelle seit 1951 Schokolade produziert, so Lühdorff. Viele Jahre betrieb die Monheim-Gruppe mit Sitz in Aachen, die später in Ludwig-Schokolade umbenannt wurde, die Schoko-Fabrik in Quickborn. Auf dem drei Hektar großen Gelände stellte das Unternehmen Kakaomasse für ihre Marke Trumpf mit ihrer Schogetten-Schokolade her.

Bis zu 2000 Mitarbeiter habe das Werk in Quickborn beschäftigt und war laut Lühdorff damit der größte Arbeitgeber der Stadt. Doch im Laufe der Jahre wurde die Mitarbeiterzahl abgebaut. Etwa 300 Beschäftigte waren es Ende der 90er-Jahre. Die Stadt versuchte damals, mit einer Million Mark die Schließung zu verhindern. Das gelang nur bis 2009, als das Werk mit noch knapp 80 Beschäftigten von der Ludwig-Schokolade komplett geschlossen und die Produktion an andere Standorte verlagert wurde.

Quickborns Erster Stadtrat Klaus H. Hensel erlebte diesen Niedergang aus nächster Nähe. Fast 40 Jahre lang arbeitete Hensel bei der Ludwig-Schokolade, zuletzt als Betriebsleiter in Quickborn. Insofern war für ihn die Rückkehr an den alten Standort, wo sonst nichts mehr an die Schoko-Fabrik erinnert und nebenan gerade 70 neue Eigentumswohnungen gebaut werden, ein besonderer Moment.

„Das ist ein sehr schönes Ambiente hier“, sagte Bürgermeister Thomas Köppl. Er ist froh, dass die jahrelang ungenutzte Industrie-Brachfläche jetzt endlich bebaut worden ist. „Ich bin sehr zufrieden. Das bereichert die Schullandschaft in Quickborn.“