Pinneberg
Hamburg/Helgoland

Wettervorhersage verhagelt Testfahrt nach Helgoland

Der Fährschiff-Neubau MS "Helgoland"verlässt die Fassmer-Werft in Niedersachsen.

Der Fährschiff-Neubau MS "Helgoland"verlässt die Fassmer-Werft in Niedersachsen.

Foto: dpa Picture-Alliance / Ingo Wagner / picture alliance / dpa

Nur ein Viertel der Plätze an Bord der „MS Helgoland“ waren bei der Premierenfahrt belegt. Liegeplätze in Hamburg sind ein Problem.

Helgoland. Wer von Hamburg aus die Hochseeinsel Helgoland ansteuern möchte, kann dies nur mit dem Katamaran der Reederei FRS. Bislang. Denn am Sonntag legte das neue Schiff der Reederei Cassen Eils erstmals mit dem Ziel Helgoland von den St. Pauli Landungsbrücken ab. Doch so richtig gelang die Premiere nicht. 250 zahlende Gäste fuhren mit, 1000 Passagiere passen allerdings auf die „MS Helgoland“.

Das Problem: „Die Wettervorhersage hat uns Gäste gekostet“, sagt Geschäftsführer Peter Eesmann, der selbst mit an Bord war. Im Vorwege hätten die Meteorologen Eis und Schnee angekündigt. Letztlich saßen diejenigen, die sich trotzdem an Bord trauten, laut Eesmann bei Sonnenschein an Deck und genossen vor allem auf dem offenen Meer tolles Wetter. Doch das war eben nicht abzusehen. Somit ist der Test auch nur begrenzt aussagekräftig darüber, was aus der Premiere wird und ob die Cassen Eils Reederei dem Katamaran der FRS auf lange Sicht Konkurrenz macht und anstatt wie bislang von Cuxhaven auch Fahrten ab Hamburg anbietet. „Wir müssen noch einmal darüber nachdenken“, sagt Eesmann.

Was dem Geschäftsführer und der Reederei unter anderem zusetzt: Die Genehmigungen für das Anlegen im Hamburger Hafen sind schwer zu bekommen. Über Nacht dort zu liegen ist so gut wie unmöglich. Und so musste die Crew auch eigens für die Fahrt um 2 Uhr nachts ab Cuxhaven nach Hamburg fahren. Bei Fertigstellung des neuen Schiffes mit LNG-Antrieb vor drei Jahren hoffte die Reederei sogar noch auf regelmäßige Sonderfahrten ab Hamburg – und zwar immer am Wochenende. Daraus wurde aufgrund fehlender Liegeplätze nichts. Doch Eesmann will sich noch nicht geschlagen geben. „Es gibt immer mal Veränderungen, und Lücken tun sich auf“, sagt er mit Blick auf vergebene Liegeplätze.

Bis dahin sollen weitere Sonderfahrten wohl auch noch in diesem Jahr angeboten werden.