Pinneberg
Kreis Pinneberg

Firma Nordmark kann auf Moorreger Gebiet wachsen

Das Hauptgebäude des Pharmaunternehmens Nordmark in Uetersen.

Das Hauptgebäude des Pharmaunternehmens Nordmark in Uetersen.

Foto: Sebastian Becht

Das Uetersener Pharmaunternehmen bekam für seine Pläne Grünes Licht vom Moorreger Gemeinderat. Bebauungsplan wird geändert.

Moorrege. Der Gemeinderat Moorrege hat Grünes Licht für die Erweiterung der Nordmark Arzneimittel gegeben. Während der Sitzung am Dienstagabend wurde die Änderung des Bebauungsplanes für eine Fläche zwischen Pinnau und Werftweg verabschiedet. Die Entscheidung fiel mit der Mehrheit von CDU und Grünen, die in Moorrege eine Allianz bilden. Die Opposition aus Freier Wählergemeinschaft Moorrege (FWM) und SPD stimmte dagegen.

Bisher war das gut einen Hektar große Gelände als Mischgebiet ausgewiesen. Zukünftig wird es ein eingeschränktes Gewerbegebiet sein. Die Nordmark darf zukünftig deutlich größer und höher bauen als das derzeit bestehende Gebäude, in dem sich eine Schlangenfarm des Uetersener Unternehmens befindet. Das Schlangengift dient als Rohstoff für pharmazeutische Produkte.

Da der Bebauungsplan nicht vorhabenbezogen aufgestellt wurde, gewährt die Gemeinde der Nordmark Spielraum zur Gestaltung der zukünftigen Bebauung. Gegen das Bauvorhaben hatte es massive Proteste von Anwohner des Werftweges gegeben. Während des Anhörungsverfahrens hatten sie ihre Bedenken schriftlich geltend gemacht. Mit dem Beschluss des Gemeinderates wurden die Bedenken jedoch verworfen.

Die Nordmark beschäftigt rund 550 Menschen und machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 90 Millionen Euro. Das Unternehmen ging 2001 als Management-Buy-out, also als Kauf des Unternehmens durch das Management, aus der BASF hervor.