Pinneberg
Uetersen

Politik und Verwaltung zu Gast beim Hatlapa-Retter

Investor Sven Rother hat den Maschinenpark und die Hälfte der Mitarbeiter des ehemaligen Hatlapa-Betriebes übernommen.

Investor Sven Rother hat den Maschinenpark und die Hälfte der Mitarbeiter des ehemaligen Hatlapa-Betriebes übernommen.

Foto: Burkhard Fuchs

Unternehmer Sven Rother investiert Millionenbetrag in Uetersener Maschinenfabrik. Bürgermeisterin Hansen will Gespräche intensivieren.

Uetersen.  Große Erleichterung herrscht bei der Uetersener Verwaltung und in der Politik, dass es bei der Uetersener Maschinenfabrik jetzt doch weitergeht.

Wie berichtet, hat der Unternehmer Sven Rother für einen Millionenbetrag den Maschinenpark und die Hälfte der zuletzt 60 Beschäftigten der Maschinenfabrik übernommen, die dem Fertigungsbereich des früheren Hatlapa-Betriebes entspricht und wegen Insolvenz stillgelegt werden sollte.

„Er hat uns versprochen, dass er den Standort erhalten und sogar noch erweitern möchte“, sagte Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen erleichtert nach dem zweistündigen Rundgang und Gespräch in den Hallen am Tornescher Weg, an dem rund zwei Dutzend Politiker aller Ratsfraktionen teilnahmen. Die Betriebshallen hat Rother vom finnischen Konzern Cargotec-MacGregor angemietet, der 2013 die Firma Hatlapa komplett übernommen hatte. Bürgermeisterin Hansen will die Gespräche mit dem neuen Investor in den kommenden Tagen intensivieren, kündigt die Verwaltungschefin an. So suche er Auszubildende, die die Stadt ihm vielleicht vermitteln könnte.

Auch die Möglichkeiten einer städtischen Wirtschaftsförderung sollen abgeklopft werden. SPD-Fraktionschef Ingo Struve fühlt sich nach dem Besuch in seiner ersten Reaktion bestätigt. „Hier ist ein Einzelunternehmer, der voll dahinter steht, was er macht“, sagt er.

Die Hatlapa-Fertigung sei nicht das erste Unternehmen, das er übernommen habe. Es sei das achte in Hamburg und Schleswig-Holstein, habe Rother berichtet. „Und überall hält er an den Mitarbeitern fest und bleibt am Standort“, freut sich Struve. „Das hat er uns auch für Uetersen versprochen.“

In der Rosenstadt sollen die größten Bauteile für seine Zerspanungsgruppe gefertigt werden, so Rother. Das würde sich mit den anderen Standorten der Rother-Gruppe mit Sitz in Kaltenkirchen gut ergänzen.

Der Firmenname werde künftig wohl Uetersener Zerspanungstechnik lauten, sagte Rother. Mit den Verantwortlichen von MacGregor konnte er sich nicht einigen, den Namen Hatlapa wieder in die Uetersener Maschinenfabrik zu integrieren, wie es seit fast 100 Jahren der Fall war.