Pinneberg
Halstenbek

Dreier-Bündnis streitet für bezahlbaren Wohnraum

Grüne, SPD und FDP wollne bezahlbare Wohnungen in Halstenbek schaffen (Symbolbild).

Grüne, SPD und FDP wollne bezahlbare Wohnungen in Halstenbek schaffen (Symbolbild).

Foto: Luca Bruno / dpa

Grüne, SPD und FDP wollen so verhindern, dass Bürger aus Halstenbek wegziehen müssen, weil sie sich das Wohnen nicht mehr leisten können.

Halstenbek. Günstiger Wohnraum hat bei ihnen künftig Priorität: Die Fraktionen von Grünen, SPD und FDP haben gemeinsame Grundsätze für Bebauung und Bebauungspläne in Halstenbek entwickelt. Ziel seien die Schaffung bezahlbarer Wohnungen für Halstenbeker Bürger sowie stärkere Steuerungsmöglichkeiten bei der Entwicklung der Gemeinde, teilten die Fraktionen in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Diese Grundsätze sollen erstmals bei der Bebauung der gemeindeeigenen Fläche am Verbindungsweg Anwendung finden. Damit solle erreicht werden, dass niemand aus Halstenbek wegziehen müsse, weil er sich das Wohnen in der Gemeinde nicht mehr leisten könne, beispielsweise junge Feuerwehrleute, die nach der Ausbildung keine bezahlbare Wohnung in Halstenbek finden.

Dieter Thomas, Fraktionschef der Grünen: „Wir brauchen eine Grenze unseres Wachstums. Die Gemeinde ist in den vergangenen Jahren überproportional stark gewachsen, die Miet- und Baulandpreise sind es auch.“ Trotz massiver Investitionen in die Bildungsinfrastruktur könne die Gemeinde dem Bedarf an Kita- und Schulplätzen nicht gerecht werden. Wichtig sei daher, dass die Gemeinde das Heft des Handelns wieder stärker in die Hand nehme. Bei der Bebauung müsse berücksichtigt werden, dass zusammenhängende, unversiegelte, ökologisch hochwertige Natur- und Gemeinschaftsflächen erhalten blieben.

Bedürfnisse der Halstenbeker haben Priorität

SPD-Fraktionschef Christoph Bittner: „Jahrelang war die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in Halstenbek strittig. Wir sind glücklich darüber, dass jetzt eine Einigung erzielt wurde. Es kann also endlich mit der Planung günstiger Wohnungen auf der gemeindeeigenen Fläche am Verbindungsweg begonnen werden. Es geht uns dort etwa um genossenschaftliche Wohnungen mit dauerhaft günstigen Mieten.“ Entscheidend seien Belegungsrechte für die Gemeinde, sodass diese eine günstige Wohnung an suchende Halstenbeker vergeben könne.

Der stellvertretende FDP-Fraktionschef Wolfgang Pipping schlug in die gleiche Kerbe: „Wir wollen, dass die, die Halstenbek ausmachen, hier bereits wohnen und oder arbeiten, auch zukünftig in Halstenbek wohnen und Halstenbek weiterhin mitgestalten können. Wer in Halstenbek etwa noch bei den Eltern wohnt, sollte beim Flüggewerden auch in Halstenbek eine Wohnung finden.“ Wer in Halstenbek arbeite, sollte dort auch wohnen können. Und wer sich vor Ort ehrenamtlich engagiere, solle dieses auch künftig durch den Erhalt seiner Residenz in Halstenbek tun können. „Dafür können wir uns ein Belegungsrecht mit regionalem Bezug zu Halstenbek vorstellen, etwa ein Punktesystem, wie es in anderen Gemeinden bereits praktiziert wird.“ Damit könne eine für alle transparente Steuerung der Entwicklung eines Teil des Wohnungsmarktes und der Bevölkerungsentwicklung in Halstenbek erreicht werden.