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Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh feiert Richtfest

Feiert Richtfest mit Sekt und Spendendose: Pastorin Claudia Weisbarth vor dem neuen Gemeindehaus in Quickborn.

Feiert Richtfest mit Sekt und Spendendose: Pastorin Claudia Weisbarth vor dem neuen Gemeindehaus in Quickborn.

Foto: Burkhard Fuchs

2,4 Millionen Euro teures Gemeindezentrum ist bald fertig. Aber es wird noch Geld für eine Bühne mit Lautsprechern und Lichtanlage benötigt.

Quickborn.  Mit Posaunenklängen, Sekt und dänischen Hotdogs hat die evangelische Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh jetzt das Richtfest für ihr neues Gemeindehaus gefeiert. Im Sommer soll das neue kirchliche Zentrum der ungefähr 7000 Mitglieder zählenden Gemeinde fertiggestellt sein, sagte Pastorin Claudia Weisbarth. In einer launigen Rede bei stürmischem Wetter pries sie vor vielen Gästen das „offene Haus“ für alle Gläubigen in Quickborn und Hasloh, das sich die Gemeinde rund 2,4 Millionen Euro kosten lässt.

Dachstuhl war eigentlich schon Weihnachten fertig

Sie sei dankbar, dass der Bau so schnell vorangeschritten sei. Bereits zu Weihnachten war der Dachstuhl des Gemeindehauses nach acht Monaten Bauzeit aufgestellt. „Aber um diese Jahreszeit feiern wir ein anderes Fest“, erklärte Weisbarth, warum die Gemeinde jetzt im März quasi zum „Nach-Richtfest“ eingeladen habe. „Dafür ein Riesen-Dankeschön an die Handwerker.“

Diese gaben vom Dachstuhl aus das Lob zurück. Lehrling Jonas Ulka von der Quickborner Zimmerei Finkler wünschte gleich in mehreren Trinksprüchen dem neuen Haus „viel Glück“ und dass Gott ihm immer gnädig sein möge.

Bevor sie die Gästeschar schnell ins warme, bereits voll verglaste Gebäude zum Hotdog-Essen einlud, nutzte Pastorin Weisbarth noch die Gelegenheit, um zu Spenden für die Ausstattung des neuen Gemeindesaales aufzurufen. „Wir schaffen einen Raum für die Gemeinschaft, in dem sich alle – unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrem Alter, ihrer Hautfarbe und ihrer Religion – in Würde begegnen können.“

Insbesondere werde eine Bühne mit Lautsprechern und Lichtanlage benötigt. Dafür sollte sich jeder Gast eine kleine Spendenbox mit nach Hause nehmen, von denen eine große Auswahl zum Mitnehmen bereit stand. „Bauen Sie mit, feiern Sie mit uns“, forderte Claudia Weisbarth die Gäste des verspäteten Richtfests auf.

Bereits seit 2012 plant die Kirchengemeinde das neue Gemeindehaus an der Ellerauer Straße neben der 210 Jahre alten, denkmalgeschützten Marienkirche, die der damalige königlich-dänische Hofbaumeister Christian Frederik Hansen 1809 als seinen ersten Kirchbau realisierte. Vor genau vier Jahren wählte der Kirchengemeinderat nach einem Ideenwettbewerb das Bauvorhaben des Architekten Reinhold Wuttke aus Neumünster aus. Dieser hatte bereits die ebenfalls von Hansen errichteten Kirchen in Neumünster, Husum und Krempe saniert.

Kirche finanziert Projekt mit Wohnungsbau nebenan

Das neue Gemeindezentrum wird 850 Quadratmeter groß sein und Platz für bis zu 200 Menschen bieten. Es ist zweigeschossig und mit einem schräg verlaufenden Pultdach versehen. Eine lichtdurchflutete Galerie, die den Gemeindesaal von den Verwaltungsbüros trennt und sich auf den Kirchturm der Marienkirche ausrichtet, hatte den Verantwortlichen der Gemeinde dabei am besten gefallen. Finanziert werden soll der Neubau, indem auf dem 13.000 Quadratmeter großen Kirchenareal dort, wo jetzt noch das alte Gemeindehaus steht, etwa 50 Wohnungen errichtet werden.