Verkehrssicherheit

Zahl der Unfälle im Kreis Pinneberg geht zurück

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Alexander Sulanke
Acht Menschen kamen im Jahr 2018 auf den Straßen im Kreis Pinneberg ums Leben. Nur einer war ein Autofahrer (Symbolbild).

Acht Menschen kamen im Jahr 2018 auf den Straßen im Kreis Pinneberg ums Leben. Nur einer war ein Autofahrer (Symbolbild).

Foto: rtn, christoph leimig / picture alliance / rtn - radio t

Polizei legt Verkehrssicherheitsbericht für das Jahr 2018 vor. Rückgang von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Acht Menschen starben.

Kreis Pinneberg.  2018 haben sich auf den Straßen im Kreis Pinneberg (ohne Autobahnen) weniger Unfälle ereignet und sind weniger Menschen zu Schaden gekommen als noch im Jahr zuvor. Das geht aus dem Verkehrssicherheitsbericht hervor, den die für den Kreis zuständige Polizeidirektion Bad Segeberg jetzt vorgelegt hat. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im bevölkerungsreichsten und am dichtesten besiedelten Kreis in Schleswig-Holstein ging um 2,5 Prozent auf 7522 zurück. Das ist ein stärkeres Minus als im gesamten Direktionsbereich (1,4 Prozent weniger Unfälle als 2017) und ein viel besseres Ergebnis als im Landesschnitt (plus 0,7 Prozent).

Die Zahl der bei Unfällen leicht verletzten Menschen sank im Kreis Pinneberg ebenfalls leicht von 1301 im Jahr 2017 auf 1239 im vergangenen Jahr, die der Schwerverletzten ging im selben Zeitraum um vier auf 109 zurück. Acht Menschen verloren 2018 auf den Straßen im Kreis Pinneberg ihr Leben, das sind zwei mehr als im Jahr zuvor. Auffällig: Nur ein Verkehrstoter war Autofahrer. Der 82-Jährige war am 11. Juli zur Nachmittagszeit in Appen in den Gegenverkehr geraten und dort mit dem Auto eines 81-Jährigen zusammengestoßen. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Die übrigen tödlich verletzten Opfer waren Motorradfahrer und Fußgänger (je drei) und eine 85 Jahre alte Pedelec-Fahrerin; sie hatte am 7. Januar bei Heede eine Hauptstraße überquert, ohne auf den Autoverkehr zu achten, eine Autofahrerin (30) konnte nicht mehr bremsen.

Immer mehr Pedelec-Fahrer an Zwischenfällen beteiligt

Apropos Pedelec-Fahrer: Sie sind eine noch kleine Gruppe mit einem allerdings ganz extremen Ausschlag nach oben in der Unfallstatistik: Die Zahl der Zwischenfälle mit elektromotorunterstützten Fahrrädern stieg binnen Jahresfrist um 53 Prozent auf 55 Fälle, die Zahl der Verletzten um 54 Prozent auf 51.

Stark rückläufig sind sowohl Unfälle, an denen besonders junge Fahrer beteiligt sind, als auch solche mit Senioren am Steuer. Ein unterschiedliches Bild zeigt sich allerdings bei der Schuldfrage: Während nur noch etwas mehr als jeder zweite in einen Unfall verwickelte Fahranfänger die Situation selbst verursacht hat, liegt die Quote bei den Älteren bei ungefähr zwei Drittel.

Andreas Görs, Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg, spricht von einem insgesamt positiven Trend, den er auch auf den Kontrolldruck der Polizei zurückführt: „Überwiegend sind Verkehrsunfälle auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen, weil Verkehrsregeln nur eingeschränkt beachtet oder bewusst ignoriert werden“, sagt Görs. „Dieser Missachtung der geltenden Regeln gilt es konsequent zu begegnen, um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen.“

So hat die Polizei 2018 im Direktionsbereich allein 3645 Verfahren wegen unerlaubter Handynutzung am Steuer eingeleitet. Im Jahr zuvor waren es nur 2770 gewesen. Eine Zahl, die verdeutlicht, dass die Polizei ihre Kontrollen ausgeweitet hat.

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