Pinneberg
Heist

Breitband im Kreis – ein Flickenteppich

Heist Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU, r.) im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann (SPD).

Heist Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU, r.) im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann (SPD).

Foto: Jens von Häfen

Der Zweckverband Breitband Marsch und Geest erhält Fördermittel des Bundes für schnelles Internet nur bei „weißen Flecken“.

Heist.  Der Heister Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) ist zufrieden mit dem Breitbandausbau in der Region. „Wir kommen jetzt gut voran“, zitiert der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann den Christdemokraten nach einem Informationsaustausch. Bürgermeister Neumann ist auch Chef des Zweckverbands Breitband Marsch und Geest (ZBMG), der sich um den Breitbandausbau mit einem modernen Glasfasernetz in 17 Gemeinden im Kreis Pinneberg und dem Segeberger Ort Lentföhrden kümmert.

Endlich hätten die Bagger grünes Licht, erfuhr Rossmann. Zuvor hatte der Boom der Baubranche die Maßnahmen ins Stocken gebracht, da es sich schwierig gestaltete, einen Generalunternehmer für die Tiefbauarbeiten zu finden.

Trotz des Fortschritts habe ihm der Verbandsvorsteher auch von Schwierigkeiten berichtet, so Rossmann weiter. Grund sind die Beschränkungen für den Ausbau durch Neumanns Verband: Fördergeld erhält der ZBMG nur für sogenannte weiße Flecken, für Gebiete also, in denen noch gar kein oder nur sehr langsames Netz liegt. Die Grenze liege bei 30 Megabit pro Sekunde. Rossmann: In manchen Orten führt das dazu, dass jetzt schnelle Anschlüsse mit dem modernen Glasfasernetz des Zweckverbandes auf der einen Straßenseite entstehen, während auf der anderen Seite langsame, ältere Anschlüsse anderer Anbieter existieren.“ Das seien die sogenannten schwarze Flecken. Hinzu komme noch das Problem mit den „grauen Flecken“: Diese Objekte seien zwar als „schwarz“ eingestuft, lägen jedoch an der Trasse des Zweckverbandes. Hier darf der Verband ausbauen, hat aber den wirtschaftlichen Nachteil, weil die Förderung fehlt. Rossmann, der das Problem mit nach Berlin nehmen will, sagte: „Dass dieser Flickenteppich vor Ort nicht verstanden wird, kann ich nachvollziehen.“