Pinneberg
Pinneberg

Mehr Pinneberger gehen auswärts zur Schule

Die Zahl der Pinneberger Schüler, die an auswärtigen Schulen unterrichtet werden, steigt an (Symbolbild).

Die Zahl der Pinneberger Schüler, die an auswärtigen Schulen unterrichtet werden, steigt an (Symbolbild).

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Die Frage, warum die Schüler nicht in Pinneberg zur Schule gehen, soll im Schulausschuss am Mittwoch, 13. Februar, erörtert werden.

Pinneberg.  Zwei Themen bereiten Ulrike Graefen (Grüne/Unabhängige), Vorsitzende des Pinneberger Schulausschusses, dieser Tage Kopfverbrechen. Beide stehen auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Gremiums, die am Mittwoch, 13. Februar, um 18.30 Uhr im Schulzentrum Nord (Schulenhörn 40) beginnt. Die erste lautet: Warum steigt die Zahl der Pinneberger Schüler, die auswärtige Schulen besuchen, stetig an, im Jahr 2018 auf die Gesamtzahl von 844? „Das sollte die Stadt hinterfragen“, sagt Graefen. Heiner Koch, Fachbereichsleiter Schulen, Kitas und Jugend, sagt dazu: „Diese Zahlen beinhalten auch die Schülerinnen und Schüler an Ersatzschulen in Pinneberg, etwa die Schülerschule Waldenau und den International School Campus. Diese Schüler gehen somit gar nicht außerhalb von Pinneberg zur Schule.“

Lernt ein Schüler anderswo, kostet das prinzipiell Geld: Im Jahr 2018 hat die Stadt Pinneberg rund 1,2 Millionen Euro dafür bezahlt. Hauptursache dürfte sein, dass Eltern und volljährige Schüler die freie Schulwahl haben und Pinnebergs Schulen sich im allgemeinen Wettbewerb messen müssen.

Das zweite Thema: die Unterbesetzungen bei der Schulsozialarbeit: „Wir wissen, dass an einigen Standorten die Versorgung defizitär ist“, sagt Graefen. In diesem Zusammenhang hat die CDU den Antrag gestellt, eine der neuen Sozialpädagogen-Stellen befristet zum Einsatz an Schulen umzuwidmen, am Rübekamp, dem Schulzentrum Nord und anderen. Zudem haben die Grünen&Unabhängigen beantragt, die Verwaltung möge eine Übersicht geben, wie die Schulsozialarbeiter an Pinnebergs Schulen eingesetzt würden: „Über den Nachtragshaushalt könnten dann dafür zusätzliche Stellen geschaffen werden“, sagt Ulrike Graefen. Sehr wohl bewusst ist beiden Fraktionen, dass bei der Integration geflüchteter Kinder noch einige Luft nach oben ist.