Schenefeld

Pläne für Radverkehrskonzept präsentiert

Schenefeld will das Fahrrad als Verkehrsmittel fördern.

Schenefeld will das Fahrrad als Verkehrsmittel fördern.

Foto: dpa Picture-Alliance / Wolfram Steinberg / picture alliance / Wolfram Stein

Ingenieurbüro schlägt ein Netz von Radverkehrsachsen vor, das sich sternförmig durch die Stadt zieht.

Schenefeld.  Vor vier Jahren hatte sich die Schenefelder Politik nach einem langem Ringen verständigt, ein Radverkehrskonzept zu entwickeln. Am Donnerstagabend stellte Falk Derendorf vom Ingenieurbüro Dänekamp & Partner im Rathaus erste Pläne vor. „Schenefeld fährt Rad“ ist die Expertise überschrieben, die Teil des Verkehrsentwicklungskonzepts Schenefeld 2035 ist.

Ziel ist es, das Rad als Verkehrsmittel zu fördern. Dazu sieht der Planer ein Netz von gut ausgebauten Radverkehrsachsen vor, das sich sternförmig quer durch die Stadt zieht und an andere bestehende oder geplante Velorouten, etwa aus Hamburg, Pinneberg oder Halstenbek kommend, anschließt. „Ziel soll es nicht sein, neue Routen zu schaffen, sondern bestehende Verbindungen zu nutzen und dafür umzurüsten“, sagt Schenefelds Stadtplaner Ulf Dallmann, der bereits 2015 erste ähnliche Ideen vorgelegt hatte. Dabei gehe es nicht primär darum, den Autoverkehr aus den Straßen zu verbannen, so Dallmann weiter. Zumindest der Anliegerverkehr werde immer möglich sein. Zusätzlich zu den baulichen Maßnahmen solle es auch Flyer und Werbeaktionen an Schulen geben, um die Akzeptanz des Verkehrsmittels Fahrrad zu erhöhen.

Mathias Schmitz (Grüne), Chef des Stadtentwicklungsausschusses, will „aus allen Fraktionen positive Rückmeldungen“ zum Konzept vernommen haben. „Ich habe den Eindruck, dass wir bis zum Sommer einen politischen Beschluss hinbekommen können“, so Schmitz weiter. Nach der Vorstellung, an der die Mitglieder des Stadtentwicklungssausschusses und des Ausschusses für Bauen und Feuerwehr teilgenommen haben, befassen sich jetzt die Fraktionen mit dem Konzept. Die erste politische Beratung im Stadtentwicklungsausschusses ist für den 28. Februar vorgesehen. Nach einem positiven Votum im Sommer würden die konkreten Maßnahmen im Bauausschuss beschlossen.

( kol )

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