Pinneberg
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Sporthalle des SuS Waldenau ist gesperrt

Herbert Hoffmann (SPD).

Herbert Hoffmann (SPD).

Foto: HA

Notstrombatterie-Anlage der Halle am Jappopweg ist seit Anfang Dezember kaputt: Training seit Wochen nur eingeschränkt möglich.

Pinneberg.  Zweieinhalb Wochen keine eigene Sporthalle, 20 Tage mit nur eingeschränktem Auspowern, Rennen, Ballspielen, Ausdauer-, Muskel- und Geschicklichkeitstraining, und kein Ende in Sicht? „Es läuft nicht rund in Waldenau“, klagt Herbert Hoffmann (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Sport und Jugend, in einer Pressemitteilung vom Dienstag.

Beim Verein „Spiel und Sport“ (SuS) in Waldenau ist die Notstrombatterie-Anlage kaputt. Das habe die städtische Verwaltung schon am 10. Dezember festgestellt, so Hoffmann. Zehn Tage später sei die Halle dann aus Sicherheitsgründen für den Publikumsverkehr gesperrt worden.

Seitdem ist Sense mit geregeltem Sportbetrieb, und Hoffmann meint: „Ein unmöglich langer Zeitraum über gut sechs Wochen, um solch eine Situation zu normalisieren.“ Der SuS darf zwar die kleinere, schlechter ausgestattete Halle Nieland mitnutzen, das sei aber nur eine Notlösung, ist aus der Geschäftsstelle des Vereins zu hören. Trainingstage mussten geändert, Uhrzeiten verkürzt und Angebote zusammengelegt werden, um die verärgerten Mitglieder einigermaßen zufriedenzustellen.

Eine Anfrage im Rathaus ergab, dass eine Lösung in Sicht ist: „Die Bestellung der Notstrombatterie-Anlage erfolgt auf jeden Fall noch diese Woche“, sagt Bürgermeisterin Urte Steinberg. Da Herbert Hoffmann am späten Dienstagnachmittag an die Öffentlichkeit gegangen war, waren die Liefer- und Einbaufristen gestern nicht mehr zu ermitteln. „Es bleibt zu hoffen, dass das jetzt nicht noch weitere sechs Wochen dauert“, so Hoffmann. Er räumt ein, dass die zuständigen Mitarbeiter vom Sportamt „sich schnell um die notwendigen Haushaltsmittel für ein Ersatzgerät gekümmert haben“. Gleich am nächsten Tag habe man festgestellt, dass das Geld für eine neue Anlage zur Verfügung stehe und von der Verwaltungsleitung freigegeben werden konnte. Und immerhin hatte man sich im Rathaus auch um Ausweichmöglichkeiten an den vom Verein gewünschten Tagen bemüht, außerdem auf die Belegungspläne sämtlicher Pinneberger Sporthallen verwiesen, die zentral einsehbar sind. Allerdings waren auch die Weihnachtsferien nahe, weshalb danach nichts mehr passierte.

In der vergangenen Woche wurde dann geklärt, dass das Geld aus dem Haushaltsjahr 2018 in diesem Fall in das Jahr 2019 übernommen werden darf. Da die Verwaltung grundsätzlich an das Vergaberecht gebunden ist, musste eine Ausschreibung gemacht und mussten noch mindestens drei Angebote eingeholt werden. „Wie lange es dauert, bis die neue Notstrombatterie-Anlage geliefert und eingebaut wird und die Halle wieder vollständig für den Sportbetrieb freigegeben wird, steht leider noch in den Sternen“, schimpft Hoffmann. „Die Stadt sollte grundsätzlich Partner der Sportvereine sein und es der jeweiligen Vereinsführung und den Sportlern nicht schwer machen.“