Pinneberg
Quickborn/Rom

Pastor Kruse erzählt von seiner Zeit in Italien

Pastor Jens-Martin Kruse (l.) empfing in der evangelischen Kirche in Rom 2015 den amtierenden Papst Franziskus.

Pastor Jens-Martin Kruse (l.) empfing in der evangelischen Kirche in Rom 2015 den amtierenden Papst Franziskus.

Foto: Kruse / Burkhard Fuchs

Quickborns ehemaliger Pfarrer Jens-Martin Kruse hält am 15. Januar einen Vortrag über seine Zeit als Pastor der ev. Kirche in Rom.

Quickborn/Rom.  Dies wird wohl eine der spannendsten Aufgaben sein, die ein evangelischer Geistlicher aus Deutschland ausüben kann: Hauptpastor in der evangelischen Christuskirche in Rom zu sein, die heute etwa 500 Mitglieder zählt. Jens-Martin Kruse hat zehn Jahre lang diese Gemeinde in der Ewigen Stadt geleitet. In dieser Zeit empfing er die Päpste Benedikt XVI. (2010) und Franziskus (2015). Darüber wird Kruse jetzt in Quickborn berichten. Dort, wo er bis 2008 Pastor in der Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh war.

Vor allem der amtierende Papst Franziskus habe ihn beeindruckt, der sich sehr der Ökumene verpflichtet sehe. Das erfuhr Kruse, der jetzt Hauptpastor in der St. Petri-Gemeinde in Hamburg ist, aus erster Hand. „Franziskus denkt die katholische und evangelische Kirche mehr von der Einheit her, weniger von dem sie Trennenden“, erklärt Kruse. So seien ihm ein gemeinsames Abendmahl und ein ähnliches Amtsverständnis der beiden Kirchen sehr wichtig, weiß Kruse aus seinen Gesprächen mit ihm in jener Basilika. Diese lag nahe dem großen römischen Stadtpark, Villa Borghese, und wurde vor gut 100 Jahren vom damaligen Kaiser Wilhelm II. errichtet.

Kruse gefiel besonders die Herzlichkeit der Italiener

„Meine Aufgabe in Rom war es, die Botschaft der evangelischen Kirche gegenüber den dortigen Institutionen zu vertreten“, berichtet Kruse. „Das ist eine sehr lebendige Gemeinde, die eine sehr wichtige Aufgabe in der Welt-Ökumene hat.“ Geplant war zunächst, für fünf Jahre in Rom zu bleiben, was dann noch einmal verlängert wurde, weil die Christuskirche in Rom 2017 ihr 200-jähriges Bestehen beging. „Da wollte die Kirche den Amtsträger nicht wechseln“, so Kruse, der sich mit seiner Familie dort sehr wohlgefühlt hat. Seine drei Kinder, die bei Ankunft erst drei Monate bis vier Jahre alt waren, seien zu „halben Italienern zweisprachig herangewachsen“. Ihm habe die Herzlichkeit der Italiener und die Geschichte Roms gefallen, die einen auf Schritt und Tritt verfolge.

Vortrag: „Quickborn, Vatikan und zurück“ mit dem evangelischen Pastor Jens-Martin Kruse über seine Zeit in Rom, Di 15.1, 19.30 Uhr, katholische Kirche in Quickborn, Kurzer Kamp 2, Eintritt: 10 Euro.