Pinneberg
Kreis Pinneberg

Containerdorf für Wedeler Rist-Gymnasium

Auf diesem Schulparkplatz werden Container aufgestellt.

Auf diesem Schulparkplatz werden Container aufgestellt.

Foto: Stadt Wedel/Sven Kamin

Dachschaden am Unterstufentrakt macht den Umzug von zehn Klassen in Wedel nötig. Container werden auf Schulparkplatz aufgestellt.

Wedel.  Dort, wo derzeit noch viele Lehrer ihre Fahrzeuge parken und Eltern ihre Kinder morgens absetzen, entsteht in den kommenden Wochen eine Art Containerdorf. Denn wie die Wedeler Stadtverwaltung am Freitag mitteilte, beginnen in der kommenden Woche bereits die Vorbereitungen für die Einrichtung von Ersatzklassenräumen im Bereich des derzeitigen Parkplatzes am Johann-Rist-Gymnasium an der Straße Am Redder.

Demnach sollen zwei eingeschossige Containergebäude aufgestellt werden, die aus insgesamt 55 Einzelcontainern bestehen und Raum für zehn Klassen bieten werden. Einer soll an der nördlichen Seite des Parkplatzes errichtet werden, der andere etwas größere im westlichen Bereich. Letzterer erhält auch sanitäre Anlagen. Der Parkplatz wird aus Sicherheitsgründen nur eingeschränkt nutzbar sein. Die Stadt verweist auf den nächsten größeren öffentlichen Parkplatz an der Steinberghalle.

Der Umzug der Schüler in Container ist nötig geworden, nachdem vor einigen Monaten plötzlich ein großer Sanierungsbedarf am Dach des Unterstufentraktes festgestellt worden war. Wie berichtet, ist der Dachschaden so stark, dass Einsturzgefahr bestand. Räume wurden gesperrt, die Decke später durch Balken abgestützt. Egal, ob der Trakt nun aufwendig saniert wird oder sogar, wie debattiert, abgerissen und neugebaut wird: Die Schüler müssen so lange in alternativen Räumen unterrichtet werden. Dies wird nun vorbereitet.

Der Zeitplan sieht so aus: Voraussichtlich am 18. und 19. Dezember soll laut Verwaltung der nördliche Parkplatz-Bereich gerodet und planiert werden. Auch die Bäume in der Mitte des Parkplatzes müssen weichen. Der Parkplatz wird für die Arbeiten gesperrt. Zudem werden Versorgungsleitungen gelegt, Straßenlaternen abgebaut. Im Januar sollen dann die Fundamente für die Container gelegt werden. Voraussichtlich im Februar soll das Containerdorf bezugsfertig stehen.

Bis dahin soll auch ein beauftragter Architekt seinen Prüfbericht zur Sub-stanz des betroffenen Schultraktes sowie eine Empfehlung dem Bauausschuss vorliegen. Die Politiker werden auf dieser Grundlage über eine Sanierung oder einen zweigeschossigen Neubau entscheiden. Die Kosten für die Nutzung der Container liegen bei rund 93.000 Euro für ein halbes Jahr.