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Uetersen

Parkhaus-Areal: Investor darf jetzt planen

„Der Stillstand ist beendet“ sagt Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen, hier vor der Parkpalette

„Der Stillstand ist beendet“ sagt Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen, hier vor der Parkpalette

Foto: Fabian Schindler / HA

Eineinhalb Jahre hat der Investor nun Zeit, ein Konzept für das Grundstück an der Straße An der Klosterkoppen vorzulegen.

Uetersen.  Die Überplanung des Parkpaletten-Grundstückes in Uetersen bleibt politisch umstritten. Die Ratsversammlung hat auf ihrer jüngsten Sitzung mit den 14 Stimmen von CDU, Grünen und FDP gegen die elf von SPD und BfB einen früheren Beschluss bestätigt, einem Hamburger Investor das rund 6000 Quadratmeter große Grundstück an der Klosterkoppel zur weiteren, jetzt aber konkreten Planung an die Hand zu geben. Der Investor hat jetzt längstens eineinhalb Jahre Zeit, um sein Konzept einer Wohnbebauung detailliert vorzulegen. Dafür muss er auf eigene Kosten die notwendigen verkehrs- und schalltechnischen Untersuchungen in Auftrag geben. Die Stadt Uetersen, die sich dabei von einem Rechtsanwalt beraten lässt, trägt die Kosten für die Grenzfeststellung und die Untersuchung des Bodens.

Der Investor wollte sich dazu auf Nachfrage des Abendblatts am Mittwoch nicht äußern. Er kenne den Ratsbeschluss noch nicht, sagte er. Im Zuge des Bieterverfahrens, bei dem er voriges Jahr den Zuschlag erhielt, war von einem Kaufpreis von rund 1,5 Millionen Euro für das Grundstück die Rede. Auf sieben Geschossen sollten bis zu 150 neue Wohnungen, öffentlich geförderte und frei finanzierte, entstehen. Zudem solle er sich verpflichten, 200 öffentliche Parkplätze dort zu bauen, etwa so viele, wie jetzt in der Parkpalette zur Verfügung stehen.

SPD: Entscheidung gegen den Willen vieler Uetersener

Bürgermeisterin Andrea Hansen freut sich über den Ratsbeschluss: „Der Stillstand ist beendet. Die Überplanung des Parkpaletten-Grundstücks nimmt wieder Fahrt auf.“ Auch CDU-Fraktionschef Andreas Stief ist zufrieden mit dieser Entwicklung, die die bisherige politische Linie bestätige. Die Verwaltung sei aber nun aufgefordert, endlich einen unterschriftsreifen Kaufvertrag mit dem Investor auszuhandeln, der nun „Planungssicherheit“ habe. Das habe sie in den vergangenen 18 Monaten nach dem Zuschlag versäumt. Zu der möglichen Höhe der Bebauung sagt Stief, dass diese sich in die Umgebung der zweieinhalb Geschosse in der Fußgängerzone bis zu den 14 Stockwerken hohen Hochhäusern an der Klosterkoppel einpassen müsse. „Wir sind eher für ein Stockwerk weniger als für eines mehr. Acht Geschosse sind mit Sicherheit zu viel“

SPD-Fraktionschef Ingo Struve ist enttäuscht. Die jetzt favorisierte reine Wohnbebauung komme nicht dem Wunsch vieler Uetersener Bürger nach, dass dort ein Lebensmittelmarkt im Vollsortiment notwendig sei, wie dies Edeka oder Rewe sicherstellen würden. Immerhin sei dort viele Jahre ein Rewe-Markt gewesen, dessen Angebot nicht vom kleineren benachbarten Penny-Markt ersetzt werden könnte.