Pinneberg
Jubiläum

Uhren Bentien in Uetersen besteht seit 80 Jahren

Bürgermeisterin Andrea Hansen (2.v.r,) gratulierte Hartmut (l.), Michael und Telse Stonner.

Bürgermeisterin Andrea Hansen (2.v.r,) gratulierte Hartmut (l.), Michael und Telse Stonner.

Foto: Burkhard Fuchs / Burkhard Fuchs Burkhard Fuchs

Am Montag feierte das Geschäft sein 80-jähriges Bestehen. Es wird in dritter Generation geführt. Das letzte Uhrengeschäft in der Stadt.

Uetersen.  Mit einem Sektempfang feierte am Montag das Geschäft Uhren Bentien an der Uetersener Marktstraße sein 80-jähriges Bestehen. In dritter Generation führt jetzt Uhrmachermeister Michael Stonner den Betrieb mit sechs Mitarbeitern, darunter ist auch ein Goldschmied. Sein Großvater Heinrich Bentien hatte im Vorkriegsjahr 1938 die Uetersener Uhren-Familiendynastie begründet. Auch dessen Vater sowie der andere Großvater Michael Stonners und ein Bruder seines Vaters Hartmut Stonner, der das Geschäft 1978 übernahm und dann 2007 an seinen Sohn Michael übergab, waren Uhrmachermeister. „Unsere Familie hätte eine eigene Uhrmacher-Innung gründen können“, so Seniorchef Stonner.

Firmengründer Heinrich Bentien entstammte auch einer Uhrmacher-Familie. Sein Pech war aber damals, dass dessen älterer Bruder das Geschäft der Familie in Trittau übernahm, sodass sich Heinrich Bentien in den 1930er-Jahren nach einem Alternativbetrieb umsehen musste und in Uetersen fündig wurde, erzählt seine Tochter Telse Stonner, geborene Bentien. So übernahm er das Geschäft von Uhren Christen, das damals seit 1827 in dritter Generation geführt wurde und keinen Nachfolger in der Familie fand. Als er in den 70er-Jahren das Geschäft übernahm, gab es in Uetersen noch sieben Uhrengeschäfte, erinnert sich Hartmut Stonner. Heute sei das seines Sohnes das letzte in der Rosenstadt.

„Wir reparieren auch älteste Uhren“, erklärt Michael Stonner. Im Laufe der Jahrzehnte habe sich der Trend von Taschen- über die Tisch- und Schrank- zu den Armbanduhren entwickelt.
95 Prozent der Uhren seien heute batterie- und fünf Prozent solarbetrieben, sagt der Uhrmachermeister. Er rät: „Eine Uhr muss gepflegt werden. Das gilt auch für das Edelstahlarmband.“