Pinneberg
Veranstaltung

Georgij Munteanu gibt in Schenefeld den Takt an

 Dirigent Georgij Munteanu hat die Leitung des Stephansorchesters übernommen.

 Dirigent Georgij Munteanu hat die Leitung des Stephansorchesters übernommen.

Foto: Georgij Munteanu

Das Stephansorchester in Schenefeld spielt am 16. Dezember erstmals unter Leitung des neuen Dirigenten. Drei bekannte Werke.

Schenefeld.  Am 16. Dezember spielt das Orchester der Stephansgemeinde in Schenefeld sein zweites Konzert des Jahres – unter der Leitung des neuen Dirigenten Georgij Munteanu. Seit August proben die Musiker des Stephansorchesters bereits für ihren Auftritt in der Stephanskirche.

Der Kontakt zu Georgij Munteanu war durch Johannes Walde, Gründer und langjähriger Dirigent des Stephansorchesters, zustande gekommen. Munteanu wurde in Hamburg geboren und war Schüler am Christianeum, an dem Johannes Walde damals als Musiklehrer tätig war. Als Leiter des Schulorchesters fiel ihm schon früh die Musikalität seines Schützlings auf. Neben seinen Fähigkeiten als Solist am Klavier und an der Orgel beeindruckte der noch junge Schüler als Aushilfsdirigent, wenn er bei kurzen Abwesenheiten seines Lehrers die Orchesterleitung übernahm.

Zusätzlich zu seinem Unterricht am Hamburger Konservatorium in Sülldorf bildete er sich als Student an der Hochschule für Musik und Theater Rostock im Klavierspiel, Dirigieren und in der Musiktheorie fort. Dort nahm er auch ein Kapellmeisterstudium auf, das er im Sommer dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen hat. Vor und parallel zu seinem Studium ist Georgij Munteanu bereits seit vielen Jahren als Pianist, Organist, Cembalist, Korrepetitor, Chorleiter und Dirigent bei den unterschiedlichsten kirchlichen und kulturellen Projekten tätig, insbesondere in Rostock und Umgebung. Munteanu hat sich zudem in der Stephanskirche in Schenefeld am 6. Dezember als Organist im Rahmen einer musikalischen Andacht vorgestellt.

Mit Mozarts Don Giovanni beginnt das Konzert

Das Orchester hat gemeinsam mit dem Dirigenten für das kommende Konzert im Dezember drei recht bekannte Werke ausgesucht. Das Programm wird mit der Ouvertüre zu Don Giovanni, der bekannten Oper von Wolfgang Amadeus Mozart eröffnet.

Nach diesem kurzen Auftakt wird das Violinkonzert Nr. 3 h-Moll op. 61 von Camille Saint-Saëns gespielt. Dieses Werk wurde in den Jahren 1879/80 komponiert und war dem bekannten Geiger und Komponistenkollegen Pablo de Sarasate gewidmet, der dann auch den Solopart bei der Uraufführung im Oktober 1880 übernahm.

Der international tätige Geiger Gabriel Voicu wird den Solopart übernehmen. Er hatte sich bereits im Sommer 2015 in der Stephanskirche als Solist der beiden Violinromanzen von Ludwig van Beethoven in Begleitung des Stephansorchesters vorgestellt.

Mitspieler im Streicherapparat gesucht

Zum Abschluss des Abends wird die 5. Symphonie in c-Moll op. 67 von Ludwig van Beethoven gespielt. Dieses Musikstück gehört zu seinen berühmtesten Werken und ist wohl eines der populärsten Stücke der klassischen Musik überhaupt. Es ist auch als die sogenannte Schicksalssymphonie bekannt. Beethoven hat an diesem Werk insgesamt neun Jahre bis zu seiner Fertigstellung 1808 gearbeitet.

Seit dem Sommer dieses Jahres haben sich weitere Musiker dem Orchester angeschlossen. „Dies ist vielleicht auch dem Programm geschuldet“, sagt Reinhold Gahlmann, Vorstand des Stephansorchesters. „Denn die 5. Symphonie, eine der großen Symphonien Beethovens, ist nicht nur für die Hörer musikalisch interessant, mitreißend und deshalb sehr beliebt, sondern auch für jeden Musiker attraktiv, der die großen Werke möglichst einmal selbst im Orchester gespielt haben möchte.“

Das Orchester sucht weitere Mitspieler, insbesondere im Streicherapparat. Das Programm für das erste Konzert im nächsten Jahr steht bereits fest. Musiker, die sich anschließen möchten, können per E-Mail unter georgij.munteanu@gmx.de oder telefonisch unter 0152/09 14 38 55 Kontakt aufnehmen.

Das Konzert in der Stephanskirche, Hauptstraße 39, am Sonntag, 16. Dezember, beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Das Konzert wird durch die Stadt Schenefeld und den Kreis Pinneberg finanziell unterstützt.