Pinneberg
Gemeindevertretung

Der Ellerbeker Radschulweg wird nun gebaut

Ellerbeks Bürgermeister Günther Hildebrand freut sich über einen „sehr edlen Spender“ in seiner Gemeinde.

Ellerbeks Bürgermeister Günther Hildebrand freut sich über einen „sehr edlen Spender“ in seiner Gemeinde.

Foto: HA

Der Gemeinderat hat 350.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Ein Bürger will dafür 50.000 Euro spenden. Die Details zum Vorhaben.

Ellerbek.  Dem Bau des Radweges zur Hermann-Löns-Grundschule in Ellerbek steht nichts mehr im Wege. Die Gemeindevertretung hat nun den seit Jahren gehegten Wunsch vieler Eltern erfüllt, für einen sicheren Schulweg am Rugenbergener Mühlenweg zu sorgen. Dafür sind 350.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Im Frühjahr 2019 soll nun der Radweg gebaut werden. Die Pläne dafür sind nach Aussagen von Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) fertig.

Zahlreiche Eltern waren mit ihren Kindern zur Gemeinderatssitzung gekommen, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen. „Wir werden auch erst dann Ruhe geben, wenn die Bagger mit ihrer Arbeit anfangen“, kündigt Vater Stephan Sense an, dessen Kinder auch dort zur Schule gehen.

Private Zuwendung muss rechtlich überprüft werden

Während der Sitzung überraschte der Ellerbeker Unternehmer Philipp J. Müller mit dem Vorschlag, er wolle für den Bau des Radweges 100.000 Euro an privaten Spenden einsammeln, um diese der Gemeinde zweckgebunden zur Verfügung zu stellen. Etwa 70.000 Euro habe er bereits zusammen, wobei er selbst 50.000 Euro von seinem Privatvermögen spenden wolle. „Kinder sind unsere Zukunft“, sagt er über seine Beweggründe. Er halte es „für unerträglich, dass an der Sicherheit der Kleinsten gespart“ werden sollte.

Allerdings müsse diese private Zuwendung für das öffentliche Vorhaben noch rechtlich überprüft werden, so Hildebrand. „Das muss sauber abgewickelt werden.“ So müsse die Kommunalaufsicht in Elmshorn die privaten Spendengelder für unbedenklich erklären, damit das Geld auch fließen kann. Und auch das Finanzamt solle vorab seine Zusage geben, dass es diese Spenden als steuermindernde Ausgabe des Gewinns der privaten Zuwender anerkenne, erläuterte Hildebrand.

Die Gemeinde plant, die 350.000 Euro aus dem Verkauf eines 850 Quadratmeter großen Grundstücks in der Posener Straße neben dem Bauhof zur Verfügung zu stellen.