Pinneberg
Bürgermedaille

Elmshorn zeichnet erstmals Helden des Alltags aus

In Elmshorn wurden erstmals verdiente Bürger mit der Bürgermedaille ausgezeichnet, Bürgervorsteher Andreas Hahn (links), Bürgermeister Volker Hatje (rechts).

In Elmshorn wurden erstmals verdiente Bürger mit der Bürgermedaille ausgezeichnet, Bürgervorsteher Andreas Hahn (links), Bürgermeister Volker Hatje (rechts).

Foto: Mirjam Rüscher

Sechs Ehrenamtliche erhalten erstmals die Bürgermedaille der Stadt für ehrenamtliches Engagement. Idee kommt vom Bürgervorsteher.

Elmshorn.  Sie kümmern sich um Pflegekinder und medizinische Anliegen, sie gestalten Sportangebote und ermöglichen interkulturelle Begegnungen und Erinnerungen an die Stargarder Heimat – die Stadt Elmshorn hat erstmals sechs Ehrenamtliche für ihr Engagement mit der Bürgermedaille ausgezeichnet. Ingrid Luczkowski, Bella Sapozhnikowa, Christa Ehlers, Horst Marn sowie das Ehepaar Walter und Angelika Zahn blicken gemeinsam auf 134 Jahre ehrenamtliches Engagement zurück. Sie wurden jeweils von anderen Bürgern der Stadt für die Auszeichnung vorgeschlagen.

Die Idee für die Ehrung stammt von Bürgervorsteher Andreas Hahn. „Ich bin stolz, dass wir damit auch eine neue Wertschätzungskultur einführen. Ehrenamtliches Engagement ist ein wichtiges Element unserer Gesellschaft“, ist der Bürgervorsteher überzeugt. Das Ehrenamt schweiße zusammen, es schaffe Begegnungen, die es sonst nicht gegeben hätte, und „leistet einen kaum aufzuwiegenden Beitrag für ein harmonisches Miteinander“, erklärte Hahn.

20 Vorschläge gingen für den Aufruf für stille Helden des Alltags ein. „Eine gewaltige Resonanz“, befand der Bürgervorsteher. „Wir hätten weit mehr Menschen hier heute ehren können“, sagte Hahn anlässlich der Feierstunde im Stadttheater-Restaurant am Sonntag. Eine kleine Runde habe dann die Auswahl getroffen.

Ehepaar Zahn hat 14 Pflegekinder großgezogen

Die Elmshornerin Christa Ehlers engagiert sich seit 32 Jahren und leitet derzeit eine Gymnastikgruppe für rund 40 Senioren im Haus der Begegnung. Bella Sapozhnikowa engagiert sich im Vorstand der jüdischen Gemeinde und kümmert sich um die sozialen und medizinischen Belange der Mitglieder. Sie unterstützt darüber hinaus Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Ingrid Luczkowski ist seit 30 Jahren eng mit dem Heimathaus Stargard verbunden. Sie betreut die Sammlung des Heimathauses und ist zentrale Ansprechpartnerin.

Angelika und Walter Zahn haben in den vergangenen 30 Jahren 14 Pflegekinder großgezogen. Beide sind Gründungsmitglieder des „Vereins für Pflege- und Adoptiveltern Kreis Pinneberg“ sowie des „Vereins für integrierte Freizeit“, in denen sie auch Vorstandsämter wahrnehmen. Walter Zahn warb nach der Übergabe des Preises um Mitstreiter: „Es werden dringend Pflegeeltern im Kreis gesucht.“

Horst Marn engagiert sich seit Jahren für den Frieden und die Verständigung zwischen Kulturen und Religionen. Er unterstützte den Aufbau des Einwandererbundes zu einem gelungenen Integrationsprojekt. Seit 2008 leitet er das interkulturelle Theater Dogus in Elmshorn.

Die Namen der sechs Ausgezeichneten sollen die ersten auf einer „Wall of Fame“ im Rathaus werden. Die Aktion soll fortgesetzt werden.