Pinneberg
Quickborn

Zweite Feuerwache im Stadtteil Heide kommt

Hier neben der Straßenmeisterei an der A7-Anschlusstelle Quickborn soll die zweite Feuerwache errichtet werden.

Hier neben der Straßenmeisterei an der A7-Anschlusstelle Quickborn soll die zweite Feuerwache errichtet werden.

Foto: Burkhard Fuchs

Fachausschuss bewilligt 1,9 Millionen Euro, um den Neubau auf dem Gelände der Straßenmeisterei an der A 7 bis 2020 zu realisieren.

Quickborn.  Die Quickborner Feuerwehr bekommt einen zweiten Standort im Stadtteil Heide, direkt an der Autobahn 7. Der zuständige Fachausschuss der Ratsversammlung hat jetzt einstimmig beschlossen, rund 1,9 Millionen Euro dafür in den Haushalt 2019/20 einzustellen. Geplant ist, einen 2400 Quadratmeter großen Teil des Straßenmeisterei-Geländes an der Fried-richsgaber Straße zu erwerben. Dort soll eine zweite Wache entstehen mit Umkleideräumen, Toiletten, Duschen, Stellplätzen für ein Lösch- und ein Mannschaftstransportfahrzeug sowie drei Container und Lagerräume für Material.

Im April hatte sich Bürgermeister Thomas Köppl bei einem Gespräch im Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr das Einverständnis der Behörde geholt, das Grundstück dafür zu erwerben.

„Wir sind froh, dass die Politik das nun beschlossen hat“, sagt Daniel Dähn als stellvertretender Wehrführer in Quickborn. „So decken wir den Brandschutz im Stadtteil Quickborn-Heide endlich vernünftig ab.“ Immerhin lebten dort inzwischen 6500 Menschen, weitere Wohngebiete sind geplant. Zudem arbeiten dort in Quickborns größtem Gewerbegebiet, das ebenfalls noch erweitert werden soll, einige Tausend Beschäftigte.

Erhebliche Zeitersparnis bei den Einsätzen

Im Einsatzfall sei der Weg von der Wache in der Innenstadt mit etwa 15 Minuten Fahrtzeit an den Stadtrand sehr weit und könnte lebensrettende Minuten kosten. Ein weiterer Vorteil dieser zweiten Wache werde eine erheblich verbesserte Tagesverfügbarkeit von Feuerwehrkräften sein, sagt Wehr-Vize Dähn. So arbeiteten von den 107 aktiven Kameraden etliche auch in Quickborn-Heide, die jetzt erst nach Quickborn hineinfahren, sich dort umziehen und wieder zurück zum Einsatzort in Heide fahren müssten, was unnötig Zeit koste.

Anlass für diese schnelle Entscheidung war auch die Ankündigung der Nachbargemeinde Ellerau, den Kooperationsvertrag für den Brandschutz in Quickborn-Heide mit der Stadt Quickborn zum Jahresende 2018 aufzukündigen. Auch für das näher gelegene Ellerau sei es heute nicht mehr möglich, den Brandschutz für die Nachbarstadt sicherzustellen. Köppl kündigte an, dass das Grundstück 2019 für 370.000 Euro erworben und überplant und 2020 bebaut werden soll.