Pinneberg
Bauausschuss

Politiker wollen den Wasserspiegel in Wedel senken

Ute und Uwe Heldt aus Wedel zeigen die durch das gestiegene Grundwasser entstandenen Schäden in ihrer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Elbstraße.

Ute und Uwe Heldt aus Wedel zeigen die durch das gestiegene Grundwasser entstandenen Schäden in ihrer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Elbstraße.

Foto: Katy Krause / krk

Politiker stimmten SPD-Antrag zu. Wasserspiegel soll gesenkt werden. Ob das möglich ist, muss allerdings die Zukunft zeigen.

Wedel.  Für die betroffenen Wedeler war die Entscheidung am Donnerstagabend eine Erleichterung. Denn die Mitglieder im Bauausschuss stimmten einem SPD-Antrag zu, der darauf abzielt, das Wedeler Grundwasser wieder auf das Niveau vorm Ende des Möller-Wasserwerks absenken zu wollen. Ob das möglich ist, muss allerdings die Zukunft zeigen. Denn im ersten Schritt votierten die Politiker für eine Untersuchung. Die Stadtverwaltung soll nun prüfen, inwieweit eine Absenkung überhaupt möglich ist und welche Maßnahmen ergriffen werden müssten. Letztlich bleibt die Frage offen, was das Ganze dann kostet.

Wie berichtet, hat das Unternehmen Möller 2016 die Wasserförderung auf ihrem Gelände im Rosengarten 9 eingestellt. Das J.D.M. Wasserwerk hatte zuvor etwa ein Drittel der Wedeler versorgt. Der Wasserspiegel ist seither bis zu vier Meter angestiegen. Im Rathaus, dem Parkhaus am Bahnhof, bei Medac und in Kellern von Wedeler Privathäusern tauchte plötzlich Wasser auf und verursachte Schäden. Betroffene haben sich zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen und setzen sich für die Absenkung auf das alte Niveau ein.

Mehr Transparenz, Infoveranstaltung geplant

„Die Stadt hat ihren Bürgern gegenüber eine Verpflichtung, dieser sollte sie, so weit möglich, nachkommen“, erklärt Ausschusschef Rainer Hagendorf (Grüne). Auch Wolfgang Rüdiger (SPD) sieht die Stadt in der Pflicht: „Die Verwaltung kann sich hier nicht rausziehen.“

Um mehr Transparenz herzustellen, beschlossen die Politiker, Vertreter der zuständigen Umweltbehörde des Kreises nach Wedel zu einer Veranstaltung einzuladen.

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